Präeklampsie: Kein eindeutig erhöhtes Risiko infolge einer Lebendnierenspende15. April 2026 Foto: © luuuusa/stock.adobe.com In einer Studie der Uppsala University (Schweden) zeigte sich insgesamt kein eindeutig erhöhtes Risiko für Präeklampsie in Schwangerschaften nach Lebendnierenspende. Obwohl die Mehrheit der Nierenspender in Schweden Frauen sind, liegen nur wenige Daten zu Schwangerschaftskomplikationen für Mutter und Kind vor, berichten die Autoren. Das Verständnis dieser Risiken sei für eine evidenzbasierte Beratung unerlässlich. Ziel der Studie war es, zu untersuchen, ob Schwangerschaften bei Lebendnierenspenderinnen mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen einhergehen. Die Forscher stellten die Hypothese auf, dass eine Lebendnierenspende das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen, insbesondere Präeklampsie und damit verbundene Komplikationen, erhöht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nephrology Dialysis Transplantation“ veröffentlicht. Auch Frühgeburten und Untergewicht beobachtet In dieser landesweiten registerbasierten Kohortenstudie in Schweden identifizierten die Wissenschaftler um Erstautorin Eva Carlsson Frauen bis zum 45. Lebensjahr mit Geburten vor und/oder nach einer Lebendnierenspende zwischen 1973 und 2022 durch Verknüpfung des Nationalen Patientenregisters, des Scandiatransplant-Registers und des Medizinischen Geburtenregisters. In einer dualen Studie wurden Schwangerschaften nach der Lebendnierenspende mit einer 1:10 passenden Kontrollgruppe verglichen (angepasst an Alter, Jahr, Parität und Region), wobei Schwangerschaften vor der Lebendnierenspende als Kontrollen innerhalb der Spendergruppe dienten. Unter 679 Spenderinnen wurden 1305 Schwangerschaften vor und 139 Schwangerschaften nach der Lebendnierenspende identifiziert. Im Vergleich zur Kontrollgruppe wiesen Schwangerschaften nach der Lebendnierenspende einen höheren Anteil an Säuglingen mit Untergewicht und für das Gestationsalter zu kleines Geburtsgewicht auf. Das kombinierte Auftreten von Präeklampsie und kleinem Geburtsgewicht war nach der Lebendnierenspende häufiger. Für Präeklampsie allein wurde kein signifikanter Unterschied festgestellt. Frühgeburten (< 37 Wochen) traten nach der Lebendnierenspende häufiger auf als in der Kontrollgruppe. (ri/BIERMANN) Lesen Sie auch: Uralte virale DNA kann Präeklampsie auslösen Nierentransplantation: Torque-Teno-Virus kann auf maligne postoperative Erkrankungen hinweisen
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