Präeklampsie: Wiederholte Tests führen nicht zu besseren Ergebnissen11. März 2024 Foto: © Peakstock/stock.adobe.com Eine routinemäßige Wiederholung des Plazenta-Wachstumsfaktor-Tests bei allen Frauen mit Verdacht auf Präeklampsie ist überflüssig. Das ist das Ergebnis einer Studie des King’s College London, Vereinigtes Königreich. Eine neue Studie von Forschern des King’s College London, Vereinigtes Königreich, zeigt, dass Wiederholungstests zwar eine schnellere Diagnose der Präeklampsie ermöglichen, dies sich jedoch nicht in besseren Ergebnissen für die Frauen oder ihre Babys niederschlägt. Die Ergebnisse der PARROT-2-Studie wurden in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht. PARROT-2 ist eine große, multizentrische britische Studie an 1 252 Frauen mit Verdacht auf Präeklampsie, einer lebensbedrohlichen Erkrankung für Schwangere und ihre Babys, die zu schweren Komplikationen wie Totgeburt und Tod des Neugeborenen sowie zu längeren Krankenhausaufenthalten führen kann. Die Anwendung eines ersten Plazenta-Wachstumsfaktor-Tests (PIGF) in der Schwangerschaft wurde 2021 in weiten Teilen Englands eingeführt. Dr. Alice Hurrell, Erstautorin der Studie vom King’s College London, berichtet: „Diese große Studie hat wichtige Auswirkungen auf Politik, Praxis und Leitlinien. Universelle, routinemäßige Wiederholungstests, wie sie von einigen internationalen Gruppen empfohlen werden, werden durch unsere Ergebnisse nicht unterstützt. Der klinische Nutzen eines einmaligen Tests auf Basis des Plazenta-Wachstumsfaktors bei Erstverdacht auf Präeklampsie bleibt jedoch eindeutig.“ Professor Lucy Chappell, NIHR Senior Investigator vom King’s College London, kommentiert: „Schwangere Frauen sagen uns immer wieder, wie wichtig es ist, mehr Sicherheit bei der Diagnose zu haben. Diese Studienergebnisse dürften die Hürden für eine breite und gerechte Einführung von Tests auf der Grundlage des Plazenta-Wachstumsfaktors weiter senken und so die Gesundheitslage von Müttern weltweit verbessern. Angesichts der Tatsache, dass schätzungsweise 5 Prozent aller Frauen von vorzeitigem Bluthochdruck in der Schwangerschaft betroffen sind (etwa 7 Millionen Schwangerschaften weltweit), ist jetzt ein entscheidender Zeitpunkt gekommen, um sicherzustellen, dass die auf dem Plazenta-Wachstumsfaktor basierenden Tests in allen Bereichen des Gesundheitswesens flächendeckend eingeführt werden können.“
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