Typ-2-Diabetes kann mit stärkeren Wechseljahresbeschwerden einhergehen

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Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Typ-2-Diabetes mit einer höheren Anzahl und stärkeren Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden verbunden ist.

Art und Schweregrad der Wechseljahresbeschwerden können von Frau zu Frau stark variieren. Zahlreiche frühere Studien haben auf verschiedene Ursachen für diese Unterschiede hingewiesen. Eine neue Studie legt nahe, dass Typ-2-Diabetes mellitus eine Rolle dabei spielen kann, sowohl die Anzahl der Wechseljahresbeschwerden als auch deren Schweregrad signifikant zu erhöhen. Die Ergebnisse der Studie wurden online in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht.

Frauen in der Lebensmitte haben aufgrund hormoneller Veränderungen während der Wechseljahre ein erhöhtes Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen, wie etwa Typ-2-Diabetes mellitus. Häufig kommt es in dieser Lebensphase zu einer Gewichtszunahme und einer Fettumverteilung in den Rumpfbereich, was zu mehr Bauchfett und einem gesteigerten Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes führt. Die weltweite Diabetes-Prävalenz wurde für das Jahr 2024 auf zehn Prozent geschätzt; dieses Risiko nimmt mit zunehmendem Alter weiter zu.

Frühere Studien haben einen starken wechselseitigen Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und der Entstehung von Diabetes aufgezeigt und dabei einen frühen Eintritt der Wechseljahre sowie die Postmenopause als auslösende Faktoren identifiziert. Die meisten dieser Studien konzentrierten sich jedoch eher auf das Stadium, das Alter bei Eintritt oder den Zeitpunkt der Wechseljahre, anstatt die Belastung durch Wechseljahresbeschwerden direkt zu erfassen. Eine neue Studie mit fast 300 koreanischen Frauen im Alter von 40 bis 64 Jahren zielte darauf ab, die Wechseljahresbeschwerden mithilfe des „Midlife Women’s Symptom Index“ zu bewerten und zu untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und der Anzahl sowie dem Schweregrad der Beschwerden besteht.

Über alle Stadien der Wechseljahre hinweg berichteten Frauen der Diabetes-Gruppe (Diabetes und Prädiabetes) von einer höheren Häufigkeit an Wechseljahresbeschwerden. Dieser Unterschied war jedoch nur in der Postmenopause statistisch signifikant. Ebenso war zwar der Schweregrad der Beschwerden in den Diabetes-Gruppen in allen Stadien durchgehend höher, doch auch hier zeigte sich ein statistisch signifikanter Unterschied nur in der Postmenopause.

Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, die Erfassung und Behandlung von Wechseljahresbeschwerden in die Diabetes-Versorgung von Frauen in der Lebensmitte zu integrieren, um deren Lebensqualität zu verbessern. Es werden weitere Längsschnittstudien empfohlen, um die biologischen und psychosozialen Mechanismen, die den Glukosestoffwechsel mit der Belastung durch Wechseljahresbeschwerden bei dieser Bevölkerungsgruppe verknüpfen, genauer zu klären.

„Die Studie zeigt, dass Frauen mit Diabetes unter einer stärkeren Belastung durch Wechseljahresbeschwerden leiden können. Frühere Untersuchungen haben zudem ergeben, dass kardiovaskuläre Risikofaktoren – darunter Diabetes, Bluthochdruck und Dyslipidämie – mit häufigeren vasomotorischen Beschwerden einhergehen und dass Frauen mit einer stärkeren Ausprägung dieser Symptome tendenziell ein ungünstigeres kardiometabolisches Risikoprofil aufweisen. Zusammengenommen unterstreichen diese Ergebnisse nicht nur, wie wichtig es ist, Wechseljahresbeschwerden bei Frauen mit Diabetes zu erkennen und zu behandeln, sondern sie heben auch die Wechseljahre als wichtige Gelegenheit hervor, kardiovaskuläre Risikofaktoren bei allen Frauen zu identifizieren und zu managen“, erklärt Dr. Stephanie Faubion, medizinische Leiterin der Menopause Society.

(lj/BIERMANN)