Preis für Forschung zu Spinaler Muskelatrophie29. März 2023 Prof. Brunhilde Wirth (Foto: MedizinFotoKöln) Prof. Brunhilde Wirth erhält für ihr Lebenswerk den höchstrangigen Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM). Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) ist Prof. Brunhilde Wirth am 23. März 2023 mit dem höchstrangigen Preis der DGM, dem Duchenne-Erb-Preis, ausgezeichnet worden. Die Direktorin des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Köln erhält den mit 10.000 Euro dotierten nationalen Preis in Anerkennung ihres Lebenswerkes und ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. In den zurückliegenden 33 Jahren hat Wirth insbesondere zur Aufklärung der genetischen Ursache der Spinalen Muskelatrophie (SMA), zur Entdeckung von genetischen Faktoren, die vor SMA schützen, und der damit verbundenen zellulären Pathomechanismen beigetragen. Ihre Arbeiten haben entscheidend zur Entwicklung neuer Behandlungsoptionen beigetragen, und als Vorsitzende von „SMA Europe“ hat Wirth die wissenschaftliche SMA-Landschaft erheblich mitgestaltet. Die Zuerkennung erfolgt durch Entscheidung des Vorstandes der DGM auf der Basis von Vorschlägen aus dem Kreis des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der DGM (MWB). „Diese so hochrangige fachliche Auszeichnung ehrt mich und berührt mich sehr. Die SMA ist die häufigste genetische Ursache, die zum frühen Tod im Kleinkindesalter führt. Jeder 35. Mensch trägt die Anlagen und jedes 6000. Neugeborene leidet unter dieser Form des Muskelschwundes. Hier in Europa leben etwa 30.000 Menschen mit SMA und bei etwa der Hälfte der Erkrankten ist diese Krankheit so stark ausgeprägt, dass sie innerhalb der ersten beiden Lebensjahre versterben. Durch die Entwicklung innovativer Therapien für Menschen mit SMA, aber vor allem durch eine frühzeitige, präsymptomatische, genspezifische Therapie, erreichen Kinder nahezu normale Motorik“, freut sich Wirth über die Ehrung und die Fortschritte in der Behandlung der SMA. Diese frühzeitige Therapie ist seit der Einführung eines deutschlandweiten Neugeborenen-Screenings auf SMA im Jahre 2022 möglich, für das sich Wirth eingesetzt hatte. Bereits im Jahr 2019 hatte sie den Innovationspreis des Landes NRW erhalten. Der Duchenne-Erb-Preis dient der Förderung der Forschung auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen im deutschsprachigen Raum. Mit ihm werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt, die durch ihren jahrelangen Einsatz in der Erforschung der neuromuskulären Erkrankungen Herausragendes geleistet haben. Der Preis wird in der Regel alle zwei Jahre je zur Hälfte an einen nationalen und einen internationalen Preisträger verliehen.
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