Preisregen für die Kölner Uni-Urologie24. April 2025 Die Stadt Köln ist auch ein hochkarätiger Urologie-Standort. Foto: Simon – stock.adobe.com Auf dem 71. Nordrhein-Westfälischen Urologenkongress in Münster vom 03.-04.04.2025 sind alle drei Auszeichnungen an Mediziner der Uniklinik Köln vergeben worden. Dr. Richard Weiten, Assistenzarzt in der Urologie, ist mit der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung des Kongresses, dem Paul-Mellin-Preis, ausgezeichnet worden. Er erhält den mit 5000 Euro dotierten Preis für die Forschungsarbeit zum Thema „Expression and Therapeutic Potential of TROP-2 in cisplatin-resistant nonseminomatous germ cell tumors“. Weiten zeigt in seiner präklinischen Studie an Zellkulturen von Cisplatin-sensitiven und Cisplatin-refraktären Keimzelltumoren auf, dass Antibody Drug Conjugates (ADC) eine hohe therapeutische Wirksamkeit aufweisen, wenn in den Tumorzellen spezifische molekulare Eigenschaften wie die Expression von TROP-2 vorhanden sind. Das ADC Sacutizumab-Govetican ist bei TROP-2-Expression wirksam. Die Daten der Studie zeigen einen neuen therapeutischen Ansatzpunkt, der in klinischen Studien weiterentwickelt werden soll. Das mit 10.000 Euro dotierte Peter-Rathert-Stipendium ging in diesem Jahr an die Assistenzärztin Dr. Juliane Richter. Sie erforscht die autologe Stammzelltherapie, insbesondere den Einsatz von mesenchymalen Stammzellen (MSCs) aus Fettgewebe, in der Behandlung der Stressinkontinenz. MSCs fördern die Geweberegeneration durch die Freisetzung von Wachstumsfaktoren und die Modulation von Entzündungsreaktionen. In klinischen Phase I/II-Studien konnte durch diese Therapien eine signifikante Verbesserung der Kontinenz der Probanden gezeigt werden, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen oder onkologische Risiken nach Prostatektomie auftraten. Ziel des Stipendiums ist es, diese neue Therapiemethode auch in der Urologie der Uniklinik Köln zu etablieren. Assistenzarzt Julian Heidenreich erhielt den mit 500 Euro dotierten Posterpreis für seine Arbeit zum Thema „Funktionelles Outcome und Lebensqualität nach Prostatektomie bei Patienten, die eine Radiotherapie aufgrund eines Rektumkarzinoms erhalten haben“. Das Problem: Wurde wegen eines Rektumkarzinoms eine neoadjuvante Strahlentherapie mit nachfolgender Rektumresektion durchgeführt, ist eine roboterassistierte Prostatektomie wegen der erheblichen Verwachsungen nicht mehr möglich und es kann nur noch eine retropubische Prostatektomie durchgeführt werden. Im Roboter-Zeitalter beherrschen jedoch immer weniger Urologen die offene Operationstechnik. Die Arbeit von Julian Heidenreich zeige eindrucksvoll, dass diese Operationen an einem Zentrum ohne Verlust der Lebensqualität und mit großem onkologischem Nutzen durchgeführt werden können, heißt es auf der Website des Universitätsklinikums Köln. (Universitätsklinikum Köln / ms)
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