Prof. Daniela Berg ist neue stellvertretende DGN-Präsidentin18. November 2022 Prof. Daniela Berg (Quelle: © Christian Festag) Ab dem 1. Januar 2023 wird der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) ein neues Präsidium vorstehen. Erstmals in der Geschichte der DGN werden dann zwei der fünf Präsidiumspositionen von Frauen bekleidet: Prof. Daniela Berg, Kiel, ist neue stellvertretende DGN-Präsidentin, Dr. Christiana Franke, Berlin, neue Schatzmeisterin. Strategisch möchte das neue Präsidium Impulse für Forschungsinnovationen setzen, die Weiterbildung modernisieren und die Digitalisierung der DGN weiter vorantreiben. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Geschlechtergerechtigkeit, auch in exponierten Positionen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden am 1. November 2022 die neuen Präsidiumsposten gewählt. Turnusmäßig endet am 31. Dezember 2022 die Amtsperiode der jetzigen Vorstandsmitglieder Prof. Christine Klein, Lübeck, Prof. Gereon Nelles, Köln, und PD Dr. Gerhard Jungehülsing, Berlin. Neuer DGN-Präsident ist ab dem 1. Januar 2023 Prof. Lars Timmermann, Universitätsprofessor und Direktor der Klinik für Neurologie am Standort Marburg des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. Er wurde bereits von der letzten Mitgliederversammlung als stellvertretender Präsident gewählt und übernimmt nun für die Jahre 2023 und 2024 die DGN-Präsidentschaft. Er folgt auf Prof. Christian Gerloff, derzeit Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und ab Januar 2023 Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE, der im neuen Präsidium als Past-Präsident fungieren wird. Als stellvertretende Präsidentin und damit gemäß Satzung als nächste Präsidentin für die Jahre 2025 und 2026 wurde Prof. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, gewählt. Ihre Expertise liegt im Bereich Bewegungsstörungen und Parkinson. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Erforschung von Biomarkern und bildgebenden Verfahren zur möglichst frühzeitigen Diagnose dieser neurodegenerativen Erkrankungen. In einer im September in der renommierten Zeitschrift „Brain“ publizierten Studie1 zeigte Bergs Arbeitsgruppe, dass der Nachweis von fehlgefaltetem Alpha-Synuclein im Blutserum eine diagnostische Aussagekraft hat und somit eine Parkinson-Krankheit perspektivisch durch einen Bluttest frühzeitig erkannt werden könnte. Berg wird nach Prof. Christine Klein, Leiterin des Instituts für Neurogenetik an der Universität zu Lübeck (Amtszeit 2019-2020), die zweite Präsidentin der Fachgesellschaft sein. „Wir bemühen uns seit geraumer Zeit um eine Geschlechterparität in unserer Fachgesellschaft, und zwar auch in den hohen Gesellschaftsämtern“, erklärt DGN-Geschäftsführer David Friedrich-Schmidt. „Umso mehr freuen wir uns, dass im neuen Präsidium zwei von fünf Positionen von Frauen bekleidet werden, das ist ein erfreulicher Trend, den wir fortsetzen möchten.“ Neben Berg wurde Dr. Christiana Franke, Oberärztin an der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité Universitätsmedizin Berlin, in das Präsidium gewählt und wird das Amt der Schatzmeisterin bekleiden. Prof. Martin Wolz, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Geriatrie am Elblandklinikum Meißen wurde von der Mitgliederversammlung als Schriftführer bestimmt.
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