Prof. Dr. rer. nat. Kristina Kusche-Vihrog erhält Preis für Hypertonie-Forschung der DGfN5. Oktober 2018 Foto: © sabine hürdler, Fotolia.com Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) schreibt jährlich den Preis für Hypertonie-Forschung zur Förderung und Auszeichnung hervorragender Wissenschaftler*innen auf dem Gebiet der Hypertensiologie aus. In diesem Jahr wurde Prof. Dr. rer. nat. Kristina Kusche-Vihrog, Direktorin des Instituts für Physiologie, Universität zu Lübeck, und Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention e.V. die Ehrung auf dem DGfN-Kongress in Berlin verliehen. Ausgezeichnet wurde die renommierte Grundlagenforscherin für ihre Studien zu den Gefäßschäden, die ein erhöhter Kochsalzkonsum nach sich zieht. Frau Prof. Dr. Kusche-Vihrog beschäftigt sich in ihrer Forschung mit der (Dys-)Funktion des vaskulären Endothels. Vor allem die mechanischen Eigenschaften (Steifigkeit) endothelialer Zellen stehen dabei im Fokus. Diese „Zellmechanik“ reflektiert den physiologischen Status der Zelle und lässt Aussagen über eine endotheliale Funktion/ Dysfunktion zu. Treiber einer endothelialen Dysfunktion sind unter anderem hoch-physiologische Na+-Konzentrationen. Prof. Kusche-Vihrog ging der Frage nach, welche Änderungen der Zellmechanik und damit der physiologischen Funktion vaskulärer Endothelzellen in Folge erhöhter Natriumkonzentrationen entstehen. Die Preisträgerin konnte zeigen, dass bereits leicht erhöhte Plasma Na+-Konzentrationen den Zellkortex steif machen, was zu einer Dysfunktion des Endothels, inflammatorischen Prozessen und somit langfristig zu der Entstehung kardiovaskulärer Pathologien führt. Um aufzuklären, wodurch ein erhöhter Kochsalzkonsum zu vaskulärer Inflammation und kardiovaskulären Ereignissen wie Atherosklerose und Hypertonie führt, wendet die Forscherin eine Kombination molekularbiologischer, proteinbiochemischer und hochempfindlicher mikroskopischer Methoden (Atomic Force Microscopy, AFM) an lebenden Zellen an. Ihre Studien haben eindrucksvoll gezeigt, dass ein hoher Kochsalzkonsum Schäden an den Gefäßwänden verursacht und damit langfristig die Entstehung von Bluthochdruck sowie das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse begünstigen.
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