Prof. Joseph Claßen im Vorstand der Deutschen Parkinsongesellschaft

Prof. Joseph Claßen, Direktor der neurologischen Klinik am UKL, ist neuer Vorstand der Deutschen Parkinsongesellschaft.(Foto: Stefan Straube/UKL)

Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen gewählt worden. Eines seiner Ziele: die Weiterentwicklung von Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern – jedoch ohne Operation.

Neben der Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patienten mit Bewegungsstörungen, der Nachwuchsförderung und der Organisation von Kongressen gehört zu den Aufgaben des Vorstands die Förderung der Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich der Bewegungsstörungen. Dabei helfen neue Arbeitsgruppen, wie die kürzlich etablierte Gruppe für telemedizinische Dienste und Gesundheitstechnologien.

„Die Förderung der Parkinsonforschung ist für jeden Vorstand ein besonderes Anliegen“, erläutert Claßen. Enge Verbindungen gebe es zur Parkinson-Stiftung, die aus der Parkinson-Gesellschaft heraus gegründet wurde, um Forschungsvorhaben besser unterstützen zu können. „Wir möchten die Parkinson-Forschung stärker ins öffentliche Licht rücken. Gerade jetzt, wo sich auf verschiedenen Gebieten der Bewegungsstörungen aufregende Fortschritte abzeichnen, braucht es dafür auch finanzielle Mittel“, betont der Klinikdirektor an der Universitätsmedizin Leipzig. Fortführen und weiterentwickeln möchte Claßen seine Arbeiten zu Verfahren, um Bewegungsstörungen durch Hirnstimulation zu verbessern. „Hier arbeiten wir an neuen Methoden ohne operativen Eingriff in das Gehirn“, erklärt der Experte, der turnusmäßig in den Jahren 2023 und 2024 Erster Vorsitzender der Parkinson-Gesellschaft wird.