Professur für Hebammenwissenschaft übernommen18. April 2022 Foto: © Rudzhan/stock.adobe.com Das Fachgebiet Hebammenwissenschaft an der Hochschule Ludwigshafen hat seit März 2022 sach- und fachkundige Unterstützung: Michaela Michel-Schuldt, Ph.D., Master of Science Midwifery und Hebamme, wurde auf die Professur Hebammenwissenschaft berufen. Mit Michel-Schuldt hat die Hochschule eine Professorin mit großer internationaler Expertise gewinnen können. U.a. hatte Michel-Schuldt als internationale Hebamme beim Hilfsdienst Malteser International in Thailand die Leitung der Mutter-Kind-Gesundheitskomponente in zwei Flüchtlingslagern inne und übernahm Lehr- und Beratertätigkeiten für UNICEF, WHO und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Das Fachgebiet Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) hat seit März 2022 sach- und fachkundige Unterstützung: Michaela Michel-Schuldt, Ph.D., Master of Science Midwifery und Hebamme, wurde auf die Professur Hebammenwissenschaft am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen berufen. Zuvor war Michaela Michel-Schuldt mit der Vertretung der entsprechenden Professur beauftragt. „Mit Michaela Michel-Schuldt haben wir eine Kollegin mit großer internationaler Expertise sowie viel praktischer Erfahrung für die Hochschule gewinnen können. Sie wird unsere noch junge Disziplin weiter voranbringen“, freut sich Studiengangleiterin Prof. Nina Knape, Ph.D. Prof. Michaela Michel-Schuldt, Ph.D., Jahrgang 1977, studierte zunächst Ethnologie, Philosophie und Pädagogik bevor sie 2003 erfolgreich ihre Ausbildung zur Hebamme an der Hebammenschule der Justus-Liebig-Universität Gießen abschloss. Im Anschluss arbeitete Michel-Schuldt zunächst als Beleghebamme am Heilig-Geist-Hospital in Bingen, dann als internationale Hebamme beim Hilfsdienst Malteser International. Dort hatte sie in Thailand die Leitung der Mutter-Kind-Gesundheitskomponente in zwei Flüchtlingslagern inne, managte in Myanmar die Programmkomponente mütterliche und reproduktive Gesundheit in der Grenzregion zu Bangladesch und leistete Nothilfe nach einem Wirbelsturm im Süd-Westen von Myanmar. Es folgten ein Bachelorstudium in Midwifery an der Glasgow Caledonian University, Schottland, und ein European Master of Science-Abschluss an der Medizinischen Hochschule Hannover (2012). Nach Forschungsaufenthalten in Südafrika, Neuseeland und Australien sowie einem Lehrauftrag an der Katholischen Hochschule Mainz war Michel-Schuldt von 2012 bis 2016 im United Nations Population Fund (UNFPA) tätig, u.a. als Beraterin für die Hebammenausbildung in Bangladesch, als Technical Officer Midwifery in der Technical Devision in Genf, Schweiz, oder als Beraterin für den kambodschanischen Hebammenverband im Länderbüro Phnom Penh, Kambodscha. Nach weiteren Lehr- und Beratertätigkeiten, u.a. für UNICEF, WHO und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit erlangte Michaela Michel-Schuldt 2021 dann den Doctor of Philosophy (Ph.D.) der University of Technology, Australien, und der University of Dundee, Schottland mit einer Arbeit über „Hebammengeleitete Betreuung in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen.“ Seit September 2021 lehrt und forscht die Mainzerin an der Hochschule in Ludwigshafen im Bereich Hebammenwissenschaft. Michel-Schuldt ist schwerpunktmäßig im dualen Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft tätig, ist zugleich aber auch in den Masterstudiengang Innovative Versorgungspraxis in der Pflege und im Hebammenwesen eingebunden. Dabei liegen ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte im Bereich Betreuungs- und Versorgungsforschung sowie Professionalisierung des Hebammenwesens. Zudem engagiert sie sich weiterhin in Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf internationaler Ebene, insbesondere in Bezug auf die Erbringung von Gesundheitsdiensten, die reproduktive Versorgung, die Betreuung von Müttern und Neugeborenen, die Entwicklung der Fachkräfte im Gesundheitswesen und die Ausbildung von Hebammen.
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