Projekt ‚Rheuma hautnah‘: Ehrenamtliche schulen30. Juni 2020 „Die Expertise von Betroffenen ist auch in der Ausbildung und im Studium der Gesundheitsfachberufe von Bedeutung“, erklärte Jens Riede, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der hsg Bochum. Foto: hsg Bochum/Volker Wiciok Im neuen Projekt ‚Rheuma hautnah‘ des Departments für Pflegewissenschaft der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) und der Deutschen Rheuma-Liga NRW werden Rheumakranke für einen ehrenamtlichen Einsatz an Ausbildungsstätten medizinischer Fachberufe geschult. Gemeinsam mit dem Verein Deutsche Rheuma-Liga NRW entwickelt das Department für Pflegewissenschaft der hsg Bochum unter Leitung von Dr. Sandra Bachmann, Professorin für pflegerische Versorgung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien an der hsg Bochum, und der Mitarbeit von Jens Riede, wissenschaftlicher Mitarbeiter im hsg-Department für Pflegewissenschaft, in dem Projekt ‚Rheuma hautnah – Auch in der Ausbildung‘ ein Lehrprogramm, um Ehrenamtliche zu qualifizieren, die künftig in der Ausbildung beziehungsweise im Studium der Gesundheitsfachberufe eingesetzt werden sollen. Der Startschuss für das Projekt ‚Rheuma hautnah‘ fiel Anfang Juni 2020 mit der konstituierenden Sitzung der Projektbeteiligten der hsg Bochum und der Deutschen Rheuma-Liga NRW. Die Deutsche Rheuma-Liga NRW war vertreten durch Elisabeth Stegemann-Nicola, die selbst von einer rheumatischen Erkrankung betroffen und im Vorstand aktiv ist sowie sich ehrenamtlich als Beraterin für Rheumakranke engagiert, und dem Geschäftsführer Ulf Jacob. Das zweijährige Projekt wird gefördert von der AOK NordWest und der AOK Rheinland/Hamburg. Im Mittelpunkt des Projekts steht der so genannte ‚Rheumatischen Formenkreis‘, der über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen umfasst und nach Angaben der Deutschen Rheuma-Liga etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Ziel des Projektes ist es, Ehrenamtliche so zu schulen, dass sie Vorträge in Ausbildungsstätten halten und einheitliche Abläufe bei Vorträgen für verschiedene Zielgruppen unter Berücksichtigung verschiedener Bedarfe der Zielgruppen gewährleisten können. Sie sollen in der Lage sein, Erkrankungsbilder des Rheumatischen Formenkreises die Lebenssituationen und deren Auswirkung auf Pflege- und Behandlungssituationen und die Hilfen der Deutschen Rheuma-Liga einheitlich und qualifiziert darzustellen. „Die Expertise von Betroffenen mit einer rheumatischen Erkrankung stellt nicht nur eine wichtige Säule für andere Betroffenen dar, sondern ist auch in der Ausbildung und im Studium der Gesundheitsfachberufe von Bedeutung“, erklärte Jens Riede. Diese besondere Bedeutung konkretisierte Elisabeth-Stegemann-Nicola als „Weitergabe des Expertenwissens von Betroffenen, um die Auszubildenden für die besonderen Bedürfnisse rheumakranker Menschen zu sensibilisieren und damit langfristig deren therapeutische und pflegerische Versorgung zu verbessern.“
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