Prostatakrebs: Neuer Tracer könnte die Bildgebung verbessern

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Eine präklinische Evaluierung eines neuen „Dual-Mode“-Tracers deutet darauf hin, dass dieser Chirurgen bei der Bildgebung und Planung von Prostatakrebsoperationen unterstützen könnte. Das berichten Forscher der University of British Columbia, Kanada.

Der Wirkstoff nutzt ein einzelnes, mit Fluor-18 (18F) markiertes Tracer-Molekül – ein häufig in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) verwendetes Isotop – zur diagnostischen Bildgebung. Er bietet laut den Autoren zudem eine einstufige, allgemein zugängliche Lösung, die kombinierte fluoreszenz- und radiogeführte Operationen ermöglicht. Der Artikel wurde in der Fachzeitschrift „Journal of Medical Chemistry“ veröffentlicht.

Der Tracer bindet an PSMA (prostataspezifisches Membranantigen). Das Protein wird nicht nur vom Tumor für PET-Bilder gut aufgenommen, sondern bietet auch eine hohe optische Helligkeit im Fluoreszenzmodus, ohne dass spezielle visuelle Geräte erforderlich sind, erklären die Autoren. Sie testeten den Tracer an Mäusen, denen menschliche Tumore implantiert wurden. Die nächsten Schritte umfassen die Bewertung der Herstellungspraxis, Toxizitätstests und Validierungsläufe.

Hohe optische Helligkeit

„Unser Tracer bietet hochauflösende visuelle Orientierung, würde es Chirurgen aber auch ermöglichen, mithilfe eines tragbaren Geigerzählers Bereiche mit hoher Strahlungsdichte zu ‘hören’, die sich in nicht sofort sichtbarem Krebsgewebe ansammeln – sei es ein Lymphknoten, Fernmetastasen oder eine lokale Invasion im Darm“, erklärt Hauptautor Dr. David M. Perrin von der University of British Columbia, Kanada.

„Der Einsatz von Dual-Mode-Fluoreszenz-PET-Racern im chirurgischen Bereich ist ein spannender neuer Ansatz, um den Nutzen zu maximieren und den Schaden zu minimieren, der mit einer längeren Lymphknotenentfernung einhergeht, sowie um die Rate positiver chirurgischer Ränder einer radikalen Prostatektomie zu senken“, meint Prof. Larry Goldenberg von der University of British Columbia, der nicht an der Studie beteiligt war.

(ri/BIERMANN)