Protein ist schuld an Asthmaanfällen23. März 2018 Foto: @ auremar/Fotolia Ein Forscherteam des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und des Institutes für Gesundheit und medizinische Forschung (INSERM) hat gezeigt, dass allergisches Asthma durch die Überfunktion eines Proteins – Interleukin 33 (IL-33) – ausgelöst wird. Gelänge es, diesen Mechanismus zu blockieren, würde dies neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. Beim allergischen Asthma wird der Anfall durch Allergene wie Milben, Pollen oder Schimmelpilze ausgelöst. Gelangen diese in die Atemwege, setzen sie Enzyme frei – die Proteasen. Wissenschaftler der Universität Paul-Sabatier in Toulouse, unter der Federführung des CNRS und des INSERM, haben einen Mechanismus entdeckt, der die Auslösung eines Asthmaanfalls erklärt. Sie haben das Protein IL-33 nachgewiesen, das bei Kontakt mit den Proteasen in überaktive Fragmente zerfällt, die Kettenreaktionen auslösen, die wiederrum für allergische Symptome verantwortlich sind. Bei ihrer Untersuchung reagierte das IL-33 auf 14 gängige Allergene: verschiedene Pollenarten, Milben, Pilzsporen und chemische Produkte, die in bestimmten Arbeitsbereichen genutzt werden, z.B. Subtilisin in einigen Reinigungsmitteln. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher die Überfunktion des IL-33 blockieren, um schwere Asthmaanfälle zu verhindern.
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