Rauchen kann zu mehr Viszeralfett führen25. März 2024 Foto: © ehabeljean/stock.adobe.com Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Addiction“ veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass sowohl der Beginn des Rauchens als auch das lebenslange Rauchen zu einer Zunahme des viszeralen Fetts führen kann. Dieses wird mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, Schlaganfall und Demenz in Verbindung gebracht. In der Studie kombinierten Forscher des NNF Center for Basic Metabolic Research an der Universität Kopenhagen, Dänemark, mehrere genetische Ergebnisse aus europäischen Studien zur Exposition gegenüber dem Rauchen und zur Verteilung des Körperfetts (z.B. Taillen-Hüft-Verhältnis sowie Taillen- und Hüftumfang). Die Raucherstudie war groß angelegt: Sie untersuchte 1,2 Millionen Menschen, die mit dem Rauchen begonnen hatten, sowie über 450.000 Lebenszeitraucher, und die Studie zur Körperfettverteilung umfasste über 600.000 Menschen. Zunächst ermittelten die Forscher anhand früherer genetischer Studien, welche Gene mit den Rauchgewohnheiten und der Körperfettverteilung in Zusammenhang stehen. Zweitens nutzten sie diese genetischen Informationen, um festzustellen, ob Menschen mit Genen, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen, zu einer unterschiedlichen Körperfettverteilung neigen. Schließlich berücksichtigten sie auch andere Einflüsse wie Alkoholkonsum oder sozioökonomischen Hintergrund, um sicherzustellen, dass alle gefundenen Zusammenhänge zwischen Rauchen und Körperfettverteilung tatsächlich auf das Rauchen selbst und nicht auf andere Faktoren zurückzuführen sind. Hauptautor Dr. Germán Carrasquilla erklärt: „In dieser Studie wurde festgestellt, dass der Beginn des Rauchens und das lebenslange Rauchen zu einer Zunahme des Bauchfetts führen kann, wie die Messungen des Verhältnisses von Taille zu Hüfte zeigen. In einer weiteren Analyse fanden wir außerdem heraus, dass die Art des Fettes, die zunimmt, eher das viszerale Fett ist, als das Fett direkt unter der Haut“. „Frühere Studien waren anfällig für Verwechslungen, d. h. wenn eine unabhängige Variable die Ergebnisse beeinflusst. Da unser Studiendesign genetische Variationen verwendet, gelingt es uns besser, diese Variablen zu reduzieren oder zu kontrollieren. Der Einfluss des Rauchens auf das Bauchfett scheint unabhängig von anderen Faktoren wie dem sozioökonomischen Status, dem Alkoholkonsum, ADHS oder der Risikobereitschaft einer Person zu sein“, erklärt Carrasquilla. Der Wissenschaftler ergänzt: „Aus der Sicht der öffentlichen Gesundheit unterstreichen diese Ergebnisse die Bedeutung groß angelegter Bemühungen zur Verhinderung und Reduzierung des Rauchens in der Bevölkerung, da dies auch dazu beitragen kann, das viszerale Bauchfett und alle damit verbundenen chronischen Krankheiten zu reduzieren. Die Verringerung eines großen Gesundheitsrisikos in der Bevölkerung wird indirekt ein anderes großes Gesundheitsrisiko verringern.“
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