Rauchen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für psychische Probleme bei Kindern assoziiert10. April 2026 Rauchen während der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko für psychische Probleme im Laufe der Kindheit assoziiert. (Symbolbild: © New Acrifa/stock.adobe.com) Laut einer großen Studie, die vom ECHO-Programm (Environmental influences on Child Health Outcomes) der National Institutes of Health finanziert wurde, haben Kinder, die vor der Geburt mütterlichem Rauchen ausgesetzt waren, ein höheres Risiko für Verhaltens- und psychische Probleme. Während frühere Forschungen einen Zusammenhang zwischen Rauchen während der Schwangerschaft und aggressivem Verhalten oder Regelverstößen herstellten, war weniger klar, ob Rauchen während der Schwangerschaft auch die allgemeine psychische Gesundheit beeinträchtigt und ob die Auswirkungen je nach Geschlecht variieren. Die neue Studie liefert nun Antworten auf diese Fragen. Sie untersucht Tausende von Kindern in den USA und identifiziert Zeiträume, in denen die Belastung besonders gravierend sein kann. Veröffentlicht wurde sie in der Fachzeitschrift „Development and Psychopathology“. „Die Ergebnisse zeigen, dass Nikotinbelastung während der Schwangerschaft mehr als nur aggressives Verhalten beeinflussen kann – sie kann die allgemeine psychische Gesundheit von Kindern und gleichzeitig emotionale und Verhaltensprobleme hervorrufen“, erklärt Dr. Kristine Marceau von der Purdue University (USA). „Zu verstehen, wann Kinder am verletzlichsten sind, kann Familien und medizinischem Fachpersonal helfen, rechtzeitig Unterstützung zu leisten.“ Forschende analysierten Daten von 16.335 Kindern im Alter von ein bis 18 Jahren aus 55 Studienzentren der ECHO-Kohortenstudie. Mithilfe standardisierter Fragebögen wurden emotionale und Verhaltenssymptome erfasst. Stärkste Auswirkungen im frühen Kindesalter und der frühen Pubertät Kinder, die während der Schwangerschaft Tabakrauch ausgesetzt waren, wiesen häufiger mehrere psychische oder Verhaltenssymptome gleichzeitig auf. Die stärksten Auswirkungen zeigten sich im frühen Kindesalter (unter 7 Jahren) und in der frühen Pubertät (9–12 Jahre). Beide Geschlechter waren in vergleichbarer Weise betroffen, wobei Jungen im Alter von 13–14 Jahren etwas höhere Symptomwerte aufwiesen. Die Zusammenhänge blieben auch nach Berücksichtigung der Familiengeschichte und anderer Umweltfaktoren wie mütterliches Alter, Bildungsstand und weiterer Substanzexposition bestehen. Zukünftige Studien könnten Zeitpunkt, Menge und Häufigkeit des Rauchens während der Schwangerschaft genauer untersuchen. Forschende könnten zudem besser verstehen, welche Auswirkungen auf das Rauchen selbst – und nicht auf andere familiäre Faktoren – zurückzuführen sind und wie Nikotin und andere im Rauch enthaltene Chemikalien das Wachstum und die Entwicklung von Kindern beeinflussen. (lj/BIERMANN) Auch passend zu dem Thema: Warum Paare bei Kinderwunsch auf Alkohol, Cannabis und Nikotin verzichten sollten
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