RBK in Stuttgart: Neuer Chefarzt der Kardiologie31. Juli 2018 Prof. Dr. med. Raffi Bekeredjian (45) leitet künftig als Chefarzt die Abteilung für Kardiologie am Robert-Bosch-Krankenhaus. Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus Fotograf: Foto Borchard Zum 1. August 2018 wird Prof. Raffi Bekeredjian neuer Chefarzt der Abteilung für Kardiologie am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Er übernimmt die Leitung des Bereichs von Prof. Udo Sechtem, der sich nach 21 Jahren als Chefarzt am RBK in den Ruhestand verabschiedet. Bekeredjian wurde als Sohn armenischer Eltern in Damaskus, Syrien, geboren und ist im nordhessischen Korbach aufgewachsen. Bereits als Schüler galt sein Interesse der biomedizinischen Forschung. So studierte er nach dem Abitur Humanmedizin in Göttingen, Heidelberg und Wien sowie im Rahmen eines Stipendiums in Houston, Texas und Durham, North Carolina, bevor er 1999 seine Facharztausbildung am Universitätsklinikum Heidelberg begann. Während der Facharztausbildung verbrachte er zweieinhalb Jahre in Dallas, Texas für einen Forschungsaufenthalt. In Heidelberg war er seit 2013 schließlich als Leitender Oberarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Inneren Medizin III tätig. Schon früh entwickelte Bekeredjian eine Leidenschaft für die Kardiologie. „Die Liebe zum Herzen habe ich bereits im ersten Semester entdeckt“, so sagt Bekeredjian. „Es ist das einzige menschliche Organ, das sich immer aktiv bewegt – das macht es so faszinierend. Außerdem verbindet man das Herz ganz unmittelbar mit dem Leben.“ Der 45-Jährige schätzt den direkten Kontakt zum Patienten, widmet sich parallel aber auch intensiv der wissenschaftlichen Forschung – insbesondere im Bereich der Molekularen Kardiologie und der Herzklappeninterventionen. Bekeredjian war der erste Kardiologe in Deutschland, dem es 2011 mit seinem Team des Universitätsklinikums Heidelberg gelang, einer 81-jährigen Patientin mittels eines Leistenkatheters eine Herzklappenprothese in der schwer zugänglichen Position der Mitralklappe einzusetzen. Weltweit war es die erst zweite erfolgreiche Klappenimplantation dieser Art. In seinen Forschungsprojekten beschäftigte sich Bekeredjian zudem mit anderen technischen Weiterentwicklungen der Herzklappentherapie. Die interventionelle Herztherapie bei komplexen Krankheitsbildern möchte Bekeredjian auch am Robert-Bosch-Krankenhaus stärker ausbauen und weiterhin wissenschaftlich begleiten. Er plant zudem, die bereits enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie zu vertiefen. „Eine große Stärke des Robert-Bosch-Krankenhauses ist es, dass die Kardiologie und die Herzchirurgie unter einem Dach vereint sind und beide Abteilungen auf einem außerordentlich hohen Level zusammenarbeiten“, erklärt Bekeredjian. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Medizin am RBK auch weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Qualitätsniveau zu halten.“ In seiner Freizeit widmet er sich neben der Familie mit Vorliebe der klassischen Musik. Seine Leidenschaft gilt der Oper und er freut sich auf das breite kulturelle Angebot in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Bekeredjian ist mit einer Ärztin verheiratet und hat zwei zehnjährige Söhne.
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