Re-Hospitalisierungs-Raten bei Kindern nach ARDS: Assoziierte Faktoren ermittelt31. Oktober 2023 Foto: © ra2 studio/stock.adobe.com In einer großen retrospektiven Kohortenstudie haben Forschende festgestellt, dass bei Kindern mit Akutem Atemnotsyndrom (ARDS) unter anderem ein länger als zwei Wochen dauernder Krankenhausaufenthalt die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es innerhalb eines Jahres zu einer erneuten Einweisung kommt. Wie die Studienautoren feststellten, gehörten zu den wichtigen Aspekten im Zusammenhang mit einer erneuten Einweisung in ein Krankenhaus neben einem Index-Krankenhausaufenthalt von mindestens 14 Tagen Dauer auch das Vorliegen oder die Entwicklung chronischer Erkrankungen während des Index-Aufenthaltes und die Platzierung eines Tracheostomas zu diesem Zeitpunkt. Die Arbeitsgruppe nutzte für ihre Arbeit Daten aus Versicherungs-Datenbanken aus den Jahren 2013-2017, mit Follow-up-Daten bis 2018, die hospitalisierte Kinder (Alter mindestens 28 Tage und bis 18 Jahre) betrafen, die während ihres Krankenhausaufenthaltes maschinell beatmet wurden und – identifiziert anhand eines Algorithmus – an einem ARDS litten beziehungsweise gelitten hatten. Die Datenanalyse wurde zwischen März 2022 und März 2023 abgeschlossen. Innerhalb von einem Jahr erneut hospitalisiert wurden 3748 von 13.505 Kindern (medianes Alter: 4 Jahre [Interquartilbereich (IQR) 0–14]; 7869 [58,3%] Jungen). In der Überlebensanalyse betrug die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Einweisung in ein Krankenhaus innerhalb eines Jahres 30,0 Prozent (95%-KI 29,0–30,8). Die Hälfte der erneuten Hospitalisierungen erfolgte innerhalb von 61 Tagen nach der Entlassung (95%-KI 56–67). Sowohl respiratorische (adjustierte HR 2,69; 95%-KI 2,42–2,98) als auch nichtrespiratorische (aHR 1,86; 95%-KI 1,71–2,03) komplexe chronische Erkrankungen waren mit einer neuen Krankenhauseinweisungen innerhalb von einem Jahr assoziiert. Eine neue Tracheotomie (aHR 1,98; 95%-KI 1,69–2,33) und ein Krankenhausaufenthalt von mindestens 14 Tagen (aHR 1,87; 95%-KI 1,62–2,16) waren ebenfalls mit einer erneuten Hospitalisierung verbunden. Nachdem die Autoren Kindern mit chronischen Erkrankungen aus der Analyse ausgeschlossen hatten, stand ein Krankenhausaufenthalt von mindestens 14 Tagen Dauer immer noch mit einer weiteren Hospitalisierung in Zusammenhang (aHR 1,92; 95%-KI, 1,49–2,47). Die Forschenden empfehlen, in zukünftigen Studien zu untersuchen, ob sich mit Maßnahmen nach der Entlassung betroffener Kinder (z.B. telefonischer Kontakt, Nachsorgekliniken und häusliche Krankenpflege) erneute Hospitalisierungen verringern lassen. (ac)
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