Reduziertes Risiko: Hypercholesterinämie als Faktor bei Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung

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Eine Auswertung von Querschnittsdaten der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) hat einen inversen Zusammenhang zwischen Cholesterinwerten und der Prävalenz der Chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ergeben.

Eine Mendel‘sche Randomisierung (MR) belegte zudem einen kausalen Zusammenhang. Bisherige Untersuchungen, so erklären die Verfasser der aktuellen Arbeit, deuteten zwar darauf hin, dass Komorbiditäten wie das Metabolische Syndrom den Funktionsverlust bei COPD-Patienten verstärken, allerdings sei bisher unklar geblieben, ob eine Dyslipidämie in der Patho­genese der COPD eine ursächliche Rolle spielt.

Die im Rahmen der aktuellen Untersuchung durchgeführte MR umfasste 71 Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs), die mit einer Hypercholesterinämie assoziiert sind. Die Wissenschaftler verglichen demografische Variablen (Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index [BMI]) und Ernährungsfaktoren von COPD-Patienten und Personen aus einer Kontrollgruppe.

Wie Lu Liu vom Affiliated Hospital der Universität Jiujiang und Kollegen berichten, ergaben uni­variate Analysen signifikante Unterschiede in den demografischen Daten und Ernährungsmustern zwischen COPD-Patienten und den Kontrollpersonen (p < 0,05). Aus der multivariaten logistischen Regression ging als Ergebnis ein reduziertes COPD-Risiko bei erhöhten Gesamtcholesterinwerten hervor (OR 0,815; 95 %-KI 0,721–0,923; p = 0,001).

Zum zweiten zeigte sich ein erhöhtes COPD-Risiko in Verbindung mit höherem Alter und höherem BMI. In Analysen mit Bioinformatik-Tools identifizierten die Forschenden Atorvastatin, Fenofibrat und Pravastatin als potenzielle Therapeutika. Weitere Auswertungen unterstrichen Liu et al. zufolge die Bedeutung der Lipidhomöostase und des Cholesterinstoffwechsels in diesem Zusammenhang.

(ac)