Reizdarm: Gesunde Lebensgewohnheiten verringern Inzidenz signifikant25. September 2024 © oneinchpunch – stock.adobe.com (Symbolbild) Chinesische Forschende bewerteten in einer prospektiven Kohortenstudie, ob ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Lebensstil und dem Auftreten eines Reizdarmsyndroms (RDS) besteht. Die Wissenschaftler legten für ihre Studie Daten der UK-Biobank zugrunde. Zwischen 2006 und 2010 nahmen sie 64.268 Erwachsene im Alter von 37–73 Jahren in die Studie auf, bei denen zu Studienbeginn kein RDS diagnostiziert worden war, und beobachteten sie bis zum Jahr 2022. Die Forscher bewerteten 5 gesunde Lebensgewohnheiten: Nichtrauchen, optimaler Schlaf, ein hohes Maß an intensiver körperlicher Aktivität, eine hochwertige Ernährung und ein moderater Alkoholkonsum und bestimmten dann die Inzidenz eines RDS. Während einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 12,6 Jahren wurden 961 (1,5%) RDS-Fälle registriert. Von den 64.268 Teilnehmern (Durchschnittsalter 55,9 Jahre; 55,0% Frauen) berichteten 7604 (11,8%) über keine der 5 Verhaltensweisen für einen gesunden Lebensstil, 20.662 (32,1%) über 1 Gewohnheit, 21.901 (34,1%) über 2 Gewohnheiten und 14.101 (21,9%) über 3–5 Verhaltensweisen zu Studienbeginn. Die multivariablen bereinigten HR, die mit 1, 2 und 3–5 Lebensgewohnheiten für die RDS-Inzidenz assoziiert waren, betrugen 0,79 (95%-KI 0,65–0,96), 0,64 (95%-KI 0,53–0,78) bzw. 0,58 (95%-KI 0,46–0,72; pTrend<0,001). Niemals zu rauchen (HR 0,86, 0,76 bzw. 0,98; p=0,02), ein hohes Maß an intensiver körperlicher Betätigung (HR 0,83, 0,73 bzw. 0,95; p=0,006) und optimaler Schlaf (HR 0,73, 0,60 bzw. 0,88; p=0,001) wiesen signifikante unabhängige inverse Assoziationen mit dem Auftreten eines RDS auf. Dagegen bestanden keine Korrelationen zwischen diesen Assoziationen und dem Geschlecht, Alter, Beschäftigungsstatus, geografischer Lage, gastrointestinalen Infektionen, Endometriose, RDS in der Familiengeschichte oder Lebensstilverhalten. Fazit Die Forschenden konnten zeigen, dass die Einhaltung einer größeren Anzahl gesunder Lebensgewohnheiten in der Allgemeinbevölkerung signifikant mit einer geringeren Inzidenz des RDS korreliert. Eine Änderung des Lebensstils käme daher als Primärpräventionsstrategie für das RDS infrage. (je) Autoren: Ho FF et al. Korrespondenz: Irene Xin-Yin Wu; [email protected] Studie: Association of healthy lifestyle behaviours with incident irritable bowel syndrome: a large population-based prospective cohort study Quelle: Gut 2024;73(6):922–931. Web: https://doi.org/10.1136/gutjnl-2023-331254
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