Reizdarm: Prädiktoren für die Reaktion auf FODMAP-arme Diät7. Februar 2024 © Nata Bene – stock.adobe.com (Symbolbild) Warum führt eine Low-FODMAP(fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole)-Diät (LFD) lediglich bei 50–80% der Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) zu einem klinischen Ansprechen? Liegen die Ursachen hierfür möglicherweise in der fäkalen Mikrobiota oder in den Stuhl- bzw. Urin-Metabolitenprofilen bei Respondern und Non-Respondern auf diese Diät? Um diese Fragen zu beantworten, rekrutierten britische Forschende Erwachsene, welche die Rom-III-Kriterien für das RDS erfüllten. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 4 Wochen entweder eine Scheindiät mit einem Placebozusatz (Kontrolle) oder eine LFD, die entweder mit einem Placebo (reine LFD) oder 1,8 g/d B-Galactooligosaccharid (LFD/B-GOS) ergänzt wurde. Das Ansprechen wurde als angemessene Linderung der Symptome 4 Wochen nach der Intervention definiert (globale Symptomfrage). Unterschiede in Bezug auf die fäkalen Mikrobiota zwischen Respondern und Nicht-Respondern wurden mittels FISH (Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung) und 16S-rRNA-Sequenzierung bestimmt. Die Analyse fäkaler Metaboliten erfolgte durch Gas-Flüssig-Chromatographie bzw. Gas-Chromatographie-Massenspektrometrie und die der Urin-Metaboliten durch H-1-Kernspinresonanz. Nach 4 Wochen belief sich das Ansprechen in den 3 Gruppen mit einer adäquaten Symptomlinderung auf 30% (7/23) in der Kontrollgruppe, 50% (11/22) in der LFD- und 67% (16/24) in der LFD/B-GOS-Gruppe (p=0,048). In der Kontroll- und der LFD/B-GOS-Gruppe waren dagegen die Resultate hinsichtlich Mikrobiota und Metaboliten bei Respondern und Nichtrespondern vergleichbar. In der LFD-Gruppe sagten höhere fäkale Propionat- (Sensitivität 91%; Spezifität 89%) und Cyclohexancarbonsäureester-Werte (Sensitivität 80%; Spezifität 78%) sowie ein spezifisches Metabolitenprofil im Urin das klinische Ansprechen voraus. Fazit Basierend auf den in der Studie gewonnenen Erkenntnissen sind die Ausgangsstoffwechselprodukte im Stuhl und Urin Prädiktoren für das klinische Ansprechen auf eine LFD. (bi) Autoren: Wilson B et al. Korrespondenz: Kevin Whelan; [email protected] Studie: Faecal and urine metabolites, but not gut microbiota, may predict response to low FODMAP diet in irritable bowel syndrome Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2023;58(4):404–416. Web: https://doi.org/10.1111/apt.17609
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