Reparatur von Spenderlebern und -nieren: Forschungskolleg erhält Förderung1. Dezember 2023 Foto: © Dan Race/stock.adobe.com Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) unterstützt Medizinische Fakultäten und Hochschulklinika in Deutschland durch Forschungskollegs. Mit dabei aktuell: Ein Münchener Kolleg, in dem es um Strategien zur Reparatur von Spenderlebern und -nieren geht. Die Förderung von drei mit jeweils 1,3 Millionen Euro dotierte Else Kröner Forschungskollegs. erstreckt sich über drei Jahre, mit der Möglichkeit einer Verlängerung nach positiver Evaluation. „Antragsberechtigt waren Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Medizinischen Fakultäten, wobei aus jeder Fakultät ein Antrag eingereicht werden konnte“, erläutert Prof. Michael Madeja, Vorstandsvorsitzender der EKFS. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden von insgesamt 21 eingereichten Skizzen drei Forschungskollegs ausgewählt, dazu gehört auch das Kolleg „Transplantationsmedizin – Strategien zur Reparatur von Spenderlebern und -nieren“ an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München (Sprecher: Prof. Christian Lange). Dieses Forschungskolleg widmet sich der Erforschung neuer Strategien zur molekularen Reparatur von Organtransplantaten. Wegen des Mangels an Spenderorganen versterben zahlreiche Patienten auf der Warteliste einer Organtransplantation. Der Mangel an Spenderorganen wird dadurch verschärft, dass viele gespendete Organe aufgrund von Vorschädigungen nicht transplantiert werden können. Mittlerweile steht mit der Maschinenperfusion ein neues Konservierungsverfahren von Transplantaten zur Verfügung, bei dem die Spenderorgane nach der Entnahme mit einer Pumpe mit Blut oder Nährlösungen durchspült werden. Hierdurch könnte die Qualität von Spenderorganen durch Gabe von Medikamenten in den Pumpenkreislauf verbessert werden. Im Forschungskolleg werden junge Clinician Scientists für diese Thematik interessiert und in einem langfristig angelegten Konzept ausgebildet. Weitere neu von der EKFS geförderte Kollegs sind das „Augsburger Nachwuchsprogramm für Organismus, Nervensystem und Umwelt” (ARISE; Sprecher: Prof. Alkomiet Hasan, Medizinische Fakultät der Universität Augsburg) und „Infektionen im KARdiovaskUlären System – Pathophysiologie, Therapie und Diagnostik” (Sprecher: Prof. Mathias W. Pletz, Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, und Prof.Torsten Doenst, Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena)
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