RKI weist zwei neue FSME-Risikogebiete aus27. Februar 2026 Stiche des Gemeinen Holzbocks können zu FSME und Borreliose führen. (Foto: © Michael – stock.adobe.com) Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Karte der Risikogebiete für die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aktualisiert und zwei neue Kreise in Niedersachen und Sachsen-Anhalt darin aufgenommen. In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion dem RKI zufolge vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Nun gibt es zwei neue Risikogebiete: der Landkreis Nordsachsen, der an bestehende Risikogebiete grenzt, und in Sachsen-Anhalt der Stadtkreis Halle (Saale). Damit sind 185 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Da auch in Bundesländern ohne FSME-Risikogebiete vereinzelt FSME-Erkrankungen beobachtet wurden, empfielt das RKI besonders während der Zeckensaison bei entsprechender Symptomatik überall in Deutschland differenzialdiagnostisch an FSME zu denken. Deutliche Altersunterschiede in den Impfquoten Bei Aufenthalt in FSME-Risikogebieten und Kontakt zu Zecken empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung gegen FSME. Allerdings seien die Impfquoten in Risikogebieten weiterhin gering, insbesondere bei Personen im Alter über 60 Jahren, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung deutlich erhöht ist, erklärte das RKI. So lag der Mittelwert der Impfquoten in den 62 Kreisen mit höchster FSME-Inzidenz (21,4%; Spanne 10,1–34,8) nur wenige Prozentpunkte über dem Mittelwert der Impfquoten in Risikogebieten mit niedrigerer Inzidenz (18,8%; Spanne 8,99–37,3), berichtet das RKI im „Epidemiologischen Bulletin“. Dem stehen Impfquoten von mehr als 35 Prozent bei Kindern im Alter zwischen fünf und 14 Jahren gegenüber, obwohl lediglich fünf bis zehn Prozent aller übermittelten Fälle bei Kindern unter 15 Jahren auftreten. Zudem haben Kinder und Jugendliche in deutlich geringeres Risiko , schwer zu erkranken und Komplikationen oder bleibende Schäden zu erleiden. (ej/Biermann)
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