„Roboter“ ermöglicht präzise Therapie bei behandlungsresistenter Depression 8. Mai 2024 Als erste Klinik in Baden-Württemberg setzt das Universitätsklinikum Freiburg einen Roboter der neuesten Generation ein, der die Behandlung der Depression mittels transkranieller Magnetstimulation (TMS) dank einer speziellen Navigationstechnik verkürzt und präziser macht. Rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer Depression betroffen. Deren Behandlung erfolgt meist psychotherapeutisch und medikamentös. Aber zwischen 20 und 30 Prozent der Betroffenen sprechen auf diese Therapie nicht an. Am Universitätsklinikum Freiburg gibt es seit Mitte April eine neue Behandlungseinheit, in der die Patienten mittels transkranieller Magnetstimulation (TMS) therapiert werden können. Als erste Klinik in Baden-Württemberg setzt das Universitätsklinikum Freiburg dabei einen Roboter der neuesten Generation ein, der die Behandlung dank einer speziellen Navigationstechnik vereinfacht, verkürzt und präziser macht. Denn der Roboterarm mit den Magnetspulen kann millimetergenau gesteuert werden. „Die Behandlung dauert nur wenige Minuten. Wo zuvor eine Narkose und ein stationärer Aufenthalt notwendig war, können wir den Patientinnen und Patienten nun eine ambulante Behandlung anbieten“, erklärt Prof. Claus Normann, Leiter der Sektion Psychopharmakotherapie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Davon profitieren vor allem therapieresistente Patienten, bei denen die therapeutische und medikamentöse Behandlung nicht anschlägt. Gehirnregionen gezielt aktivieren „Durch die gezielte Aktivierung der Gehirnregionen können Symptome wie Antriebslosigkeit, schlechte Stimmung und fehlende Kontrolle negativer Gedanken gemindert werden. Das erhöht die Lebensqualität der Patienten und unterstützt die psychotherapeutische Behandlung“, berichtet Dr. Stefan Vestring, Funktionsoberarzt in der Stimulations- und Schlaf Unit (SSU) an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. In der ersten Woche nach Eröffnung der SSU wurden dort bereits 40 Behandlungen durchgeführt.
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