Roboterassistiertes Verfahren statt offenes Vorgehen: Retroperitoneale Lymphknotendissektion bei testikulären Keimzelltumoren25. Juli 2025 Abbildung: © Dr_Microbe/stock.adobe.com Bei ausgewählten Patienten und bestimmten chirurgischen Indikationen testikulärer Keimzelltumoren (CS) stellt die retroperitoneale Lymphknotendissektion (R-RPLND) eine minimalinvasive Alternative zum offenen Vorgehen (O-RPLND) dar. Zu diesem Ergebnis kommen Urologen vom Universitätsklinikum Düsseldorf anhand einer Matched-Pair-Analyse der perioperativen und onkologischen Ergebnisse ihrer Patienten. Yue Che, geschäftsführender Oberarzt an der Klinik, und seine Kollegen identifizierten retrospektiv 100 Patienten, die zwischen Oktober 2010 und Januar 2024 eine R-RPLND erhielten. Anhand von Operationsindikation, Histologie, klinischem Stadium (CS) und Tumorgröße bildeten die Studienautoren Vergleichspaare von Patienten mit R-RPLND und O-RPLND. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS), als sekundäre Endpunkte wurden perioperative Parameter bestimmt. Weniger Krankenhaustage nach R-RPLND Basierend auf der Operationsindikation teilte sich die R-RPLND-Kohorte in vier Gruppen auf: CS-II-Seminom (Gruppe 1; 42 Patienten); markernegatives CS-II-Nichtseminom (Gruppe 2; 15 Patienten); CS-I-Nichtseminom mit Hochrisikofaktoren (Gruppe 3; 7 Patienten) und Patienten nach Chemotherapie (Gruppe 4; 34 Patienten). Zwei Patienten wurden aufgrund einer ungewöhnlichen Hodenhistologie von der Analyse ausgeschlossen. Bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 32, 31, 32 beziehungsweise 28 Monaten in den vier Gruppen traten Rezidive bei zehn von 42 Patienten der Gruppe 1, drei von 15 Patienten der Gruppe 2 und einem von sieben Patienten der Gruppe 3 auf, während in Gruppe 4 alle Patienten rezidivfrei blieben. Die Matched-Pair-Analyse ergab, dass die histologischen Proben nach RPLND, die Rezidivraten und das PFS in der R-RPLND- und der O-RPLND-Gruppe vergleichbar waren. R-RPLND bot jedoch Vorteile hinsichtlich eines kürzeren Krankenhausaufenthalts, was nach Ansicht der Autoren für eine geringere Morbidität des Verfahrens spricht. (ms)
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