Rolle der Darm-Hirn-Achse bei Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen6. März 2025 © Inna – stock.adobe.com (Symbolbild) Behandlungen, die auf die Darm-Hirn-Achse (GBA) abzielen, sind wirk-sam bei der Verringerung der Symptombelastung beim Reizdarmsyndrom (RDS). Die Prävalenz allgemeiner psychischer Störungen und das Auftreten von Symptomen nach Art des RDS ist bei CED deutlich höher als erwartet, was auf eine mögliche Beteiligung der GBA hindeutet. Forschende erarbeiteten nun einen Überblick über die bidirektionalen Wirkungen der GBA bei CED und untersuchen das Potenzial für GBA-gerichtete Therapien. Gerade die bidirektionale Beziehung zwischen psychologischem Wohlbefinden und adversen Outcomes bzgl. der Krankheitsaktivität sowie die hohe Prävalenz von RDS-Symptomen bewiesen die GBA-vermittelten Effekte bei CED. Behandlungen, die auf die Wechselwirkungen zwischen Darm und Gehirn abzielten, wie Verhaltenstherapien, Neuromodulatoren und diätetische Maßnahmen, waren bei CED-Patienten besonders geeignet und wirksame Zusatztherapien. Zudem war die psychische Morbidität bei CED-Patienten hoch. Die Beziehung zwischen der Schwere der Krankheit, dem Auftreten von RDS-Symptomen und einer schlechten psychischen Gesundheit werde v. a. durch die GBA vermittelt. Fazit Eine gezielte Beeinflussung der GBA könnte daher bei ausgewählten CED-Patienten neue Therapiestrategien ermöglichen. Weitere klinische Studien zu gezielten GBA-Therapien, die an ausgewählten Patientengruppen mit gleichzeitigen häufigen psychischen Störungen oder Patienten, die über Symptome vom Typ Reizdarmsyndrom berichten, durchgeführt werden, sind erforderlich, um in Zukunft wirksame integrierte Versorgungsmodelle zu entwickeln. (bi) Autoren: Riggott C et al. Korrespondenz: David. J Gracie; [email protected] Studie: The role of the gut–brain axis in IBD and its therapeutic implications Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2024;60(9):1200–1214. Web: https://doi.org/10.1111/apt.18192
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