Schilddrüsenknoten: Ultraschall reduziert unnötige Biopsien

Schilddrüse
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Vor Kurzem haben die American Thyroid Association (ATA) und die European Thyroid Association (ETA) vorgeschlagen, zur Stratifizierung des Malignitätsrisikos von Schilddrüsenknoten einen Schilddrüsenultraschall durchzuführen. Die Ultraschalluntersuchung soll auch bei der Entscheidung helfen, ob eine Feinnadelaspirationszytologie (FNAC) indiziert ist.

Italienische Mediziner haben die neuen Ultraschallstratifizierungssysteme in einer prospektiven Serie von Schilddrüsenknoten, die zur FNAC eingereicht wurden, validiert und verglichen. Insgesamt untersuchten sie 432 zur FNAC eingereichte Schilddrüsenknoten von 340 Patienten. Die zytologische Auswertung basierte auf den 5 Kategorien, die die Kriterien der British Thyroid Association vorsehen. Mit ansteigender Ultraschall-Risikoklasse nahm der Anteil von Thy2-Knoten signifikant ab, während der Anteil an Thy4/Thy5-Knoten signifikant zunahm (p<0,0001).

Das ATA- und das ETA-System waren vergleichbar gut geeignet, um benigne und maligne Knoten zu identifizieren. Dem ATA-Risikostratifizierungssystem zufolge erfüllten 23,7 % der Knoten nicht die Kriterien für eine FNAC. Bei Anwendung des ETA-Systems waren es 56,0 % der Knoten. Wurden nur Kategorien mit geringerem Malignitätsrisiko berücksichtigt, betrug die kumulative Malignitätsrate 1,2 % (ATA) bzw. 1,7 % (ETA).

Fazit
Die Studienautoren kommen zu dem Fazit, dass die Systeme von ATA und ETA eine effektive Stratifizierung des Malignitätsrisikos von Schilddrüsenknoten ermöglichen. In der klinischen Praxis sollte dieser Ultraschallansatz in der Lage sein, die Zahl unnötiger FNAC zu reduzieren, ohne klinisch relevante Schilddrüsenkarzinome zu übersehen, schreiben sie.

Autoren: Maino F et al.
Korrespondenz: Abteilung für Medizinische, Chirurgische und Neurologische Wissenschaften, Universität Siena, Siena, Italien
Studie: Prospective Validation of ATA and ETA Sonographic Pattern Risk of Thyroid Nodules Selected for FNAC
Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2018 Jun 1;103(6):2362–2368.
Web: academic.oup.com/jcem