Schlafapnoe: Schweregrad wird bei Patienten dunkler Hautfarbe möglicherweise unterschätzt24. Mai 2023 Foto: © WavebreakMediaMicro/stock.adobe.com Laut einer neuen Studie kann es bei der Untersuchung von schwarzen Patienten mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) mit einiger Wahrscheinlichkeit dazu kommen, dass der Schweregrad der Atmungsstörung unterschätzt wird. Wie die Verfasser der aktuellen Arbeit, die kürzlich auf der International Conference der American Thoracic Society in Washington, D. C. (USA) vorgestellt wurde, berichten, haben jüngste Untersuchungen an Intensivpatienten während der COVID-19-Pandemie gezeigt, dass Pulsoximeter bei Personen mit sehr dunkler Hautfarbe möglicherweise weniger genau sind als bei weißen Patienten. „Während die Pigmentierung der Haut die Ergebnisse der Oximetrie zu beeinflussen scheint, war uns nicht klar, ob dies auch bei Tests auf OSA zutrifft“, berichtete der korrespondierende Autor der Studie, Prof. Ali Azarbarzin. Er ist Assistenzprofessor für Medizin an der Harvard Medical School in Boston (USA). „Wir gingen davon aus, dass dies der Fall sein würde.“ Azarbarzin und seine Kollegen bewerteten die Outcomes von 1955 Patienten unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit, die im Rahmen der Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis (MESA) Exam 5 nachts zu Hause eine Schlafuntersuchung absolvierten. Dabei verglichen die Mediziner die durchschnittliche Veränderung des Sauerstoffgehaltes im Blut der Teilnehmer nach jedem Atemaussetzer mittels Oximetern. Die Studienautoren beobachteten, dass die Sauerstoffsättigung bei Schwarzen im Vergleich zu Weißen bei jedem Atemaussetzer in geringerem Maße abzunehmen schien, nachdem man andere Faktoren berücksichtigt hatte, die den Sauerstoffgehalt im Blut beeinflussen können, wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI), Status des Nikotinkonsums und weitere. Azarbarzin erklärte: „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass diese Messprobleme dazu führen können, dass der Schweregrad der OSA bei Personen schwarzer Hautfarbe unterschätzt wird. Es ist aber unklar, ob diese Unterschätzung des Sauerstoffabfalls zu bedeutenden Unterschieden bei der Diagnose und Behandlung der OSA bei Schwarzen und anderen Personen mit dunkler Hautfarbe führt. Trotzdem unterstreichen diese Ergebnisse, wie wichtig es ist, die Genauigkeit von Oximetern in verschiedenen Bevölkerungsgruppen gründlich zu testen und auch zu prüfen, ob andere Faktoren als die Eigenschaften des Oximeters Unterschiede in den Sauerstoffmustern bei Atemaussetzern erklären könnten.“
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