Schmerzhafte diabetische periphere Neuropathie: Langfristige Schmerzreduktion

Eine epidurale Rückenmarkstimulation reduziert bei Patienten mit schmerzhafter diabetischer peripherer Neuropathie die chronischen Schmerzen in den Beinen bis zu 5 Jahre nach Beginn der Behandlung. Dies zeigt eine Studie aus den Niederlanden.

Insgesamt 80 % der Patienten verwendeten das Stimulationsgerät nach den 5 Jahren noch. Außerdem erwies sich der Schweregrad der Neuropathie als assoziiert mit einem höheren Risiko für ein Therapieversagen in den 5 Jahren Nachbeobachtung, wie die Autoren berichten.

An der prospektiven, multizentrischen, klinischen Studie an 2 Zentren nahmen 48 Patienten mit schmerzhafter diabetischer peripherer Neuropathie teil. Nach 5 Jahren war bei 55 % der Patienten Therapieerfolg zu beobachten (Reduktion des Numerical Rating Scale [NRS]-Score um 50 % oder Signifikanz der Patient‘s Global Impression of Change [PGIC]). Median führten die Patienten die Stimulationsbehandlung 60 Monate lang durch – minimal 1 Monat, maximal 60 Monate.

Nach 5 Jahren verwendeten 80 % der Patienten mit permanentem Implantat das Gerät noch immer. Ein höherer Michigan Diabetic Neuropathy Score war mit Therapieversagen im Laufe des 5-jährigen Follow-up assoziiert (HR 3,9 [95 %-KI 1,3–11,6]; p=0,014).

Fazit
Die epidurale Rückenmarkstimulation reduziert erfolgreich chronische Schmerzsymptome in den unteren Extremitäten von Patienten mit schmerzhafter diabetischer peripherer Neuropathie bis zu 5 Jahre nach Behandlungsbeginn.

Autoren: van Beek M et al.
Korrespondenz: Abteilung für Anästhesiologie und Schmerzmedizin, Universitätsklinikum Maastricht, Maastricht, Niederlande
Studie: Severity of Neuropathy Is Associated With Long-term Spinal Cord Stimulation Outcome in Painful Diabetic Peripheral Neuropathy: Five-Year Follow-up of a Prospective Two-Center Clinical Trial
Quelle: Diabetes Care 2018;41(1):32–38.
Web: care.diabetesjournals.org