Schmerzpreis 2022 für Gideon Franck4. April 2022 Ausgezeichnet mit dem SChmerzpreis 2022: Gideon Franck. Foto: privat Für sein Engagement für chronische Schmerzpatienten erhielt Gideon Franck den diesjährigen Deutschen Schmerzpreis – Deutscher Förderpreis 2022 der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und der Deutsche Schmerzliga e.V. (DSL). Franck, der selbst chronischer Schmerzpatient ist, wurde durch die Entwicklung des Programms „Schritt ins Leben“ bekannt, das darauf basiert, Patienten (wieder) zum Experten für ihr eigenes Leben und ihren Körper zu machen. Der Preisträger ist psychologischer Psychotherapeut mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, Traumatherapie und spezielle Schmerzpsychotherapie und beruflich tätig in eigener Praxis in Petersberg. Der selbst chronische Schmerzpatient „gehört seit Jahrzehnten zu dem kleinen Kreis der Schmerzexperten mit einem besonderen Zugang zu Betroffenen und Angehörigen“, wie es von der DGS zur Wahl von Franck heißt. „Mit seinem beruflichen Engagement war (und ist) er nicht nur für zahlreiche Patienten mit chronischen Schmerzen und traumatischen Störungen Ansprechpartner und therapeutische Hilfe, sondern auch für viele Betroffenen- und Selbsthilfeorganisationen“, lobt die DGS. Franck etablierte in Deutschland die Acceptance and Commitment Therapy (ACT) und entwickelte und produzierte dazu cross-mediale Materialien und Hilfen des „Schritt ins Leben“-Programms. Dadurch habe Franck, so die DGS, den Stellenwert des ehrenamtlichen, selbsthilfebasierenden Engagements von Betroffenen für und mit Betroffenen eine neue Facette hinzugefügt, die vielen Menschen mit therapieschwierigen Schmerzen auch dann noch eine Perspektive für ein selbstbestimmtes, zufriedenstellendes und erfülltes Leben ermögliche, wenn Schul- und Komplementärmedizin längst an ihre Grenzen gestoßen sind. In Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste verliehen ihm daher im Rahmen des Online-Kongresses am 26.03.2022 die DGS und die DSL den Deutschen Schmerzpreis – Deutscher Förderpreis 2022 für Schmerzforschung und Schmerzmedizin. Der Preis wird seit 1986 jedes Jahr an Persönlichkeiten vergeben, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis chronischer Schmerzen und der davon betroffenen Patienten beigetragen haben.
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