Schnelltest auf sexuell übertragbare Infektionen in Sicht12. Juni 2025 Foto: New Africa – stock.adobe.com Ergebnis in weniger als fünf Minuten? Linear Diagnostics, eine Ausgründung der Universität Birmingham (Großbritannien), plant, einen Schnelltest auf bakterielle und virale Geschlechtskrankheiten zu entwickeln. Dafür hat das Unternehmen eine Million Pfund Finanzierung erhalten. Die Entwicklung des Schnelltests soll in Zusammenarbeit mit Zusammenarbeit mit dem NIHR HealthTech Research Centre (HRC) in Diagnostic and Technology Evaluation und dem North East Innovation abgeschlossen werden. Einer Mitteilung zufolge soll der neue Test eine kostengünstige, genaue und patientennahe Diagnoseplattform sein – und schneller als kommerziell erhältliche Alternativen. Der Test basiert auf der Exponential Amplification (EXPAR)-Technologie. Diese weist bakterielle DNA mit einer sehr schnellen Methode zur Signalverstärkung nach. Während der COVID-19-Pandemie wurde die Methode zum Nachweis von SARS-CoV-2 an der Universität Birmingham entwickelt und getestet [1]. Eigenen Angaben zufolge konnte das Unternehmen hat nun zeigen, dass sich seiner Technologie bakterielle Geschlechtskrankheiten, Harnwegsinfektionen und Virusinfektionen einschließlich SARS-CoV-2 in fünf Minuten nachweisen lassen. Multiresistente Erreger von sexuell übertragbaren Krankheiten werden zunehmend zum Problem. Daher habe sich das Unternehmen auf Geschlechtskrankheiten konzentriert, so Linear Diagnostics, insbesondere auf Neisseria gonorrhoeae und Chlamydia trachomatis. Um Patienten innerhalb eines einzigen Klinikbesuchs zu diagnostizieren, eine Behandlung zu beginnen und die Übertragungskette zu unterbrechen, sind Schnelltests sinnvoll. Die derzeitigen Tests sind zwar einfach zu bedienen und erfordern nur eine minimale Schulung, aber die bestehenden Technologien sind nicht in der Lage, das Ziel von 20 Minuten von der Probe bis zum Ergebnis zu erreichen. Mit seinem neuen Ansatz will Linear Diagnostics das ändern. Das Unternehmen erwartet, dass es mit der neuen Finanzierung das Design einer Kartuschen- und Lesegeräteplattform fertigstellen und die Plattform validieren kann. Dr. Jean-Louis Duprey, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Linear Diagnostics, zufolge sie das schwierigste Kriterium bei diagnostischen Tests ist die Kombination von Schnelligkeit und Genauigkeit. Der schnelle Later-flow-Test erfülle zwar den idealen Zeitrahmen von 20 Minuten bis zur Diagnose, habe aber Schwierigkeiten, die Marktanforderungen an eine hohe Empfindlichkeit und Spezifität zu erfüllen. Und während Nukleinsäure-Amplifikationstests eine hohe Genauigkeit böten, finde die Analyse der Proben im Labor statt, die Wartezeit könne einige Tage betragen, so Duprey. Die neue Techologie soll dieses Problem lösen. Das HRC, das vom Newcastle upon Tyne Hospitals NHS Foundation Trust in Zusammenarbeit mit der Universität Newcastle betrieben wird, wird bei der Bewertung der Technologie helfen. Dr. Jana Suklan, leitende Methodikerin am HRC, erklärte: „Durch die Überprüfung klinischer Leitlinien und Gespräche mit Fachleuten des Gesundheitswesens sowie mit Patienten und der Öffentlichkeit werden wir herausfinden, wie die Plattform entwickelt und genutzt werden kann, um die Patientenversorgung zu verbessern.“ „Unsere Forschung umfasst die Analyse des ungedeckten Bedarfs, die Untersuchung der derzeitigen Praxis und die Ermittlung des vielversprechendsten Punkts im Patientenpfad für die Einführung der Technologie“, führte Suklan weiter aus. Die diagnostische Genauigkeit des Tests soll durch eine statistische Analyse der vom Innovationslabor gesammelten Daten bewertet werden und eine gesundheitsökonomische Modellierung feststellen, ob die Einführung der Technologie dem NHS ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, so Suklan. John Tyson, Leiter des North East Innovation Lab, das zu den Newcastle Hospitals gehört, zeigte sich erfreut die Zusammenarbeit fortzusetzten. Er verwies auf den Zugang der Newcastle Hospitals zu einem „umfangreichen Spektrum an klinischen Proben und Leistungstests des NHS-Labors“, die es ermöglichten die notwendigen Nachweise zu erbringen, um neue Technologien in ihre nächste Entwicklungsphase Phase oder die allgemeine Anwendung zu bringen.
Mehr erfahren zu: "Ärztetag legt Konzept für „stabile Gesundheitsversorgung in Zeiten des Wandels“ vor" Ärztetag legt Konzept für „stabile Gesundheitsversorgung in Zeiten des Wandels“ vor Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat den Gesetzgeber in einem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss aufgefordert, die vorgesehenen Sparmaßnahmen „sauber auszutarieren“. Für ein zukunftsfestes Gesundheitswesen legt der Ärztetag zudem […]
Mehr erfahren zu: "Warken verteidigt Sparpläne: „Zumutung, aber notwendig“" Warken verteidigt Sparpläne: „Zumutung, aber notwendig“ Geplante Milliarden-Einsparungen bei den Gesundheitsausgaben empören Praxen und Kliniken. Die Ministerin stellt sich dem Unmut beim Ärztetag – größere Zugeständnisse signalisiert sie nicht.
Mehr erfahren zu: "Ärztepräsident: Spargesetz auf „Hold“ stellen" Ärztepräsident: Spargesetz auf „Hold“ stellen Geplante Milliarden-Einsparungen im Gesundheitswesen stoßen auf heftigen Protest bei Praxen und Kliniken. Vom Treffen der versammelten Ärzteschaft beim Deutschen Ärztetag in Hannover kommt ein Ruf nach einer Art Neustart der […]