Schützender Effekt der Zoster-Impfung bei CED bestätigt4. Dezember 2025 © Azeemud-Deen Jacobs/peopleimages.com – stock.adobe.com (Symbolbild) Bei Patienten mit Chronisch-entzündlicher Darmerkrankung kann eine Impfung die Inzidenz von Herpes-zoster-Komplikationen signifikant senken. Patienten mit Chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (CED) haben aufgrund angeborener Immunanomalien und der Anwendung immunsuppressiver Therapien ein erhöhtes Risiko für eine Herpes-zoster-Infektion (HZ). Der rekombinante Zoster-Impfstoff (RZV) wird empfohlen, aber seine Wirksamkeit bei der Prophylaxe von wiederkehrendem HZ bei CED-Patienten ist noch nicht eindeutig belegt. Untersuchung in US-amerikanischer Studie Nun führten US-amerikanische Studienärzte unter Verwendung von Daten aus dem TriNetX-Linked-Network eine retrospektive Kohortenstudie mit erwachsenen CED-Patienten, die eine frühere unkomplizierte HZ-Episode überstanden hatten, durch. Die CED-Patienten, die entweder eine oder keine RZV-Impfung erhielten, wurden in einem Propensity-Score-Matching abgeglichen. Primäres Outcome waren auftretende HZ-Komplikationen, sekundäre Endpunkte die Arten der HZ-Komplikationen und der Nachweis erneuter unkomplizierter HZ. Weniger Komplikationen nach Impfung Nach dem Matching wurden 1260 geimpfte und 1260 ungeimpfte CED-Patienten in die Studie aufgenommen. Im Vergleich zur ungeimpften Kohorte wiesen Patienten, die RZV erhielten, eine signifikant geringere Inzidenz von HZ-Komplikationen auf (7,4 vs. 14,5%; Hazard Ratio [HR] 0,75; 95%-Konfidenzintervall 0,58–0,97; p=0,028). Zudem war das Auftreten einer postherpetischen Neuralgie deutlich reduziert (5,8 vs. 12,5%; HR 0,66; p=0,010) und bei den geimpften Patienten trat keine Beteiligung des Zentralnervensystems auf. Darüber hinaus war die beobachtete Schutzwirkung der Impfung bei Patienten mit C. ulcerosa, Frauen und Patienten, die keine immunsuppressive Therapie erhielten, wesentlich ausgeprägter. RZV senkt das Risiko von HZ-Komplikationen bei CED-Patienten erheblich und bietet einen signifikanten klinischen Nutzen für immunsupprimierte Patienten mit hohem Risiko. Die Studienautoren schlagen daher in ihrer Veröffentlichung im „Journal of Crohn’s and Colitis“ vor, RZV in die Präventionsstrategien bei CED-Patienten mit aufzunehmen. (je)
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