Schulungsprogramm verbessert Hautkrebs-Screening für Risikogruppe21. August 2026 Symbolbild: © mikelju – stock.adobe.com Ein neu entwickeltes Programm eines US-amerikanischen Krebszentrums kann das Hautkrebs-Screening bei Überlebenden einer Stammzelltransplantation unterstützen. Eine Einbindung der Hausärzte verbesserte die Screening-Raten zusätzlich. Die hämatopoetische Zelltransplantation (HCT) kann zur Behandlung von Patienten mit Leukämie, Lymphomen, multiplem Myelom und anderen hämatologischen Malignomen sowie bei weiteren Erkrankungen wie aplastischer Anämie und Sichelzellkrankheit eingesetzt werden. Überlebende weisen ein nahezu doppelt so hohes Risiko für kutane Plattenepithelkarzinome und andere Hautkrebserkrankungen auf, einschließlich Basalzellkarzinom, Melanom und Merkelzellkarzinom. Patienten aufklären und zur Selbstuntersuchung anregen Im „Journal of the National Comprehensive Cancer Network“ veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen, dass ein kosteneffektives, skalierbares Schulungsprogramm für Überlebende und deren Ärzte die Hautkrebs-Screening-Raten deutlich verbessern kann. „Überlebende nach HCT weisen ein deutlich erhöhtes Hautkrebsrisiko auf, dennoch sind die Screening-Raten weiterhin niedrig, insbesondere nach dem Übergang aus der spezialisierten Versorgung. Diese Studie zeigt, dass praktikable, skalierbare Lösungen diese Lücke schließen können und möglicherweise auch auf andere Langzeitkomplikationen bei Krebsüberlebenden übertragbar sind“, sagt der Erstautor der Studie, Dr. Saro Armenian, Direktor des Center for Survivorship and Outcomes am Hematologic Malignancies Research Institute des City of Hope in Durate (USA). Im „Patient Activation and Education“-Programm des City of Hope wurden 720 Transplantationsüberlebende randomisiert zunächst zwei Studienarmen zugeteilt. Im Studienarm mit zusätzlicher Aktivierung der hausärztlich behandelnden Ärzte erfolgte außerdem eine weitere 1:1-Randomisierung zur Teledermoskopie. Die Teilnehmer erhielten per Post Informationsmaterialien, darunter Angaben zu ihrem erhöhten Hautkrebsrisiko, Anleitungen zur Durchführung einer Hautselbstuntersuchung sowie Abbildungen suspekter Hautläsionen zur Orientierung. Alle Überlebenden erhielten zusätzlich regelmäßig Textnachrichten zur Verstärkung der Informationen. Zusätzliche Verbesserung durch Einbindung der Hausärzte Bei etwa der Hälfte der Studienteilnehmer übermittelte die Einrichtung den hausärztlich behandelnden Ärzten der Patienten zusätzlich Informationen zum Zusammenhang zwischen HCT und dem Hautkrebsrisiko sowie Hinweise zur Durchführung dermatologischer Ganzkörperhautuntersuchungen. Die kombinierte Intervention aus Patientenschulung und Aktivierung der Hausärzte zielte darauf ab, die Raten von Hautselbstuntersuchungen und ärztlichen Hautuntersuchungen zu erhöhen. Der Anteil der Patienten, die zusätzlich eine ärztliche Hautuntersuchung erhielten, war bei Patienten, deren Hausärzte Schulungsmaterialien erhalten hatten, um 8,4 Prozentpunkte höher als der Anstieg bei Patienten, deren Ärzte keine Materialien erhalten hatten. „Ein bemerkenswerter Befund war, wie wirksam die Patientenschulung allein bei der Steigerung der Selbstuntersuchungen war, selbst ohne intensive Intervention“, so Armenian. „Gleichzeitig unterstreicht der zusätzliche Nutzen der gezielten Aktivierung von Ärzten für klinische Untersuchungen, wie entscheidend die Schulung der Behandelnden weiterhin ist.“ (ins)
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