Schwangerschaft: KI-gestützte Software kann die Gesundheitsfürsorge für Schwangere verbessern24. Oktober 2024 Foto: © ImageFlow/stock.adobe.com Frauen werden während der Schwangerschaft mit größerer Wahrscheinlichkeit gut betreut, wenn KI und andere klinische Software-Tools eingesetzt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of Birmingham, Vereinigtes Königreich. Die Forscher haben über 12.000 Arbeiten und 87 Artikel zu rund 50 verschiedenen KI- und verwandten Software-Tools (Clinical Design Support Systems, CDSS) ausgewertet, um die Auswirkungen ihres Einsatzes in der Geburtshilfe zu untersuchen. Insgesamt wurden so die Daten von über 5,2 Millionen Schwangerschaften sowohl in 49 Ländern mit hohem als auch in 38 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen berücksichtigt. Eine anschließende Meta-Analyse von 35 einbezogenen Studien ergab, dass die Chancen auf bessere Ergebnisse bei Frauen, die mit CDSS betreut wurden, um das 1,69-fache höher waren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „eClinicalMedicine“ veröffentlicht. Hilfe bei Entscheidungen In einer von der Universität Bristol durchgeführten Studie, die die Forscher im Rahmen ihrer Metaanalyse analyierten, wurde beispielsweise ein Softwareprogramm getestet, das Frauen bei der Entscheidung helfen sollte, ob sie eine vaginale Geburt wünschen, nachdem sie zuvor einen Kaiserschnitt hatten. Dieses CDSS half den Frauen, sich bei ihrer Entscheidung sicherer zu fühlen, indem es sie mit nützlichen Informationen über Risiken und Vorteile versorgte, schreiben die Autoren. Und in einer weiteren Studie, die die Forscher im Rahmen der Metaanalyse analysierten, wurde ein Risikovorhersagemodell erprobt, mit dem Frauen mit geringem Risiko für eine Eileiterschwangerschaft genau eingeteilt werden können. Diese Beispiele zeigen, dass CDSS sowohl klinische als auch individuelle Entscheidungsprozesse in der Mutterschaftsvorsorge unterstützen kann, so die Forscher. Abschießend betonen die Wissenschaftler, dass CDSS zwar einen wesentlichen Beitrag zur Mutterschaftsvorsorge leisten können, dass es aber auf die Angemessenheit für jede einzelne Situation ankommt.
Mehr erfahren zu: "Mehr mentale Care-Arbeit bei Frauen mit Folgen für die psychische Gesundheit" Mehr mentale Care-Arbeit bei Frauen mit Folgen für die psychische Gesundheit Forscherinnen der HMU Health and Medical University in Potsdam haben die Verteilung und die gesundheitlichen Folgen mentaler Care-Arbeit in Deutschland untersucht. Die Studie zeigt, dass Frauen nicht nur die Hauptlast […]
Mehr erfahren zu: "Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase" Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase Heidelberger Wissenschaftler haben bei Mäusen erstmals spezialisierte Endothelzellen entdeckt, die eine Immunabwehr von Krebsmetastasen in der Leber ermöglichen.
Mehr erfahren zu: "Neue Ultraschallmethode erleichtert die Messung des Plazentavolumens" Neue Ultraschallmethode erleichtert die Messung des Plazentavolumens Eine neue 2D-Ultraschallmethode ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Abschätzung des Plazentavolumens. Die Ergebnisse stimmen nahezu mit dem bisherigen 3D-Goldstandard überein und könnten die Früherkennung von Risikoschwangerschaften verbessern.