Schwangerschaft: Schlafmangel kann Entwicklungsverzögerungen bei Kindern begünstigen7. Oktober 2024 Foto: © Syda-Productions/stock.adobe.com Laut Forschern der Anhui Medical University, China, ist bei schwangeren Frauen, die nicht genug Schlaf bekommen, das Risiko für neurologische Entwicklungsverzögerungen bei ihren Kindern möglicherweise erhöht. Die Forscher analysierten Schlafdaten von 7059 Mutter-Kind-Paaren aus drei verschiedenen Krankenhäusern in China. Sie untersuchten die Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren auf Entwicklungsverzögerungen und analysierten den Zusammenhang zwischen der Schlafdauer der Mutter und dem Risiko einer neurologischen Entwicklungsverzögerung. Sie untersuchten auch die Rolle der C-Peptid-Werte im Nabelschnurblutserum, die ein stabiler Indikator für die fetale Insulinsekretion sind. Eine kurze Schlafdauer (SSD) definierten die Forschenden als weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism“ der Endocrine Society veröffentlicht. Ergebnisse der Studie Unzureichender Schlaf während der Schwangerschaft kann mit einem erhöhten Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern verbunden sein, was sich auf ihre kognitiven Fähigkeiten, ihre Verhaltensentwicklung und ihre Lernfähigkeit auswirkt. Jungen scheinen einem höheren Risiko für neurologische Entwicklungsverzögerungen ausgesetzt zu sein, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft eine SSD erleben, was darauf hindeutet, dass das Geschlecht eine entscheidende Rolle bei der Reaktion der Nachkommen auf pränatale Umweltfaktoren spielt. SSD während der Schwangerschaft könnte den Glukosestoffwechsel der Mutter beeinträchtigen und dadurch die Umgebung der fetalen Entwicklung beeinflussen. Möglicherweise besteht eine positive Korrelation zwischen C-Peptid-Werten im Nabelschnurblut und neurologischen Entwicklungsverzögerungen bei Nachkommen. Dies deutet darauf hin, dass der Glukosestoffwechsel der Mutter während der Schwangerschaft die Insulinausschüttung des Fötus und damit dessen neurologische Entwicklung beeinflussen kann. „Diese Studie unterstreicht die Notwendigkeit, den Schlaf während der Schwangerschaft zu kontrollieren“, betont der leitende Studienautor Peng Zhu, von der Anhui Medical University, China. „Die Verbesserung der Schlafgewohnheiten während der Schwangerschaft kann das Risiko neurologischer Entwicklungsstörungen bei Kindern verhindern oder verringern“, fügt er hinzu.
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