Selbst-Management und Lebensqualität bei COPD20. März 2017 © yodiyim – fotolia.com Eine aktuelle Studie belegt, dass Maßnahmen zur Förderung des Selbst-Managements bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) deren gesundheitliche Outcomes verbessern können. Die Wissenschaftler untersuchten randomisiert-kontrollierte Studien zum Selbst-Management und dessen Einfluss auf die COPD-Outcomes in einer Metaanalyse. Der analysierte Veröffentlichungszeitraum lag zwischen 1990 und 2015. Die Arbeitsgruppe stellte fest, dass Programme zur Förderung des Selbst-Managements die Lebensqualität der Patienten über alle Domänen des St. George´s Respiratory Questionnaire (SGRQ) hinweg significant verbesserten. Im Hinblick auf die Aktivität der Patienten betrug die Verbesserung -2,21 (95 %-Konfidenzintervall [KI] zwischen -3,61 und -0,80; p=0,002) und bezogen auf den Impact -3,30 (95 %-KI zwischen -5,28 und -1,32; p=0,001). Bei den Symptomen kam es zu einer Verbesserung um -3,12 (95 %-KI zwischen -4,94 und -1,03; p=0,001) und insgesamt zu einer Steigerung um -3,32 (95 %-KI zwischen -4,60 und -2,04; p<0,001). Zudem traten Verbesserungen ein beim 6-Minuten-Gehtest (-30,50; 95 %-KI 3,32–57,68; p=0,0028), bei den 3 Domänen der COPD-Selbstwirksamkeits-Scale (negativer Effekt [-1,22; 95 %-KI zwischen -2,31 und -0,14; p=0,027]; körperliche Belastbarkeit [-1,27; 95 %-KI zwischen -2,52 und -0,02; p=0,047]; Risikofaktoren das Verhalten betreffend [-0,58; 95 %-KI zwischen -0,99 und -0,16; p=0,007]). Eine Subgruppen-Analyse ergab, dass eine COPD-Schulung (p<0,01) in Bezug auf Verbesserungen bei allen Aspekten des SGRQ und des 6-Minuten-Getests die stärkste Komponente darstellte. Die Bereitstellung eines Exazerbations-Handlungsplanes verbesserte die Aktivitäts- und Impact-Scores beim SGRQ signifikant, während Informationen zum körperlichen Training einen positiven Effekt auf die Aktivitäts- und Symptom-Scores besaßen (p<0,05). Interventionen, die weniger als 5 Wochen dauerten (p<0,05), verbesserten Symptom- und Aktivitäts-Scores laut den Studienautoren signifikant, ebenso wie die Anzahl der Krankenhauseinweisungen. Autoren: Cannon D et al. Korrespondenz: Jing Sun, School of Medicine, Griffith University, Gold Coast campus, Parkland, Gold Coast, QLD, 4222, Australien Studie: The effects of chronic obstructive pulmonary disease self-management interventions on improvement of quality of life in COPD patients: A meta-analysis Quelle: Respir Med 2016;121:81–90. Web: www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/articles/27888996/
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