Semaglutid bei Typ-2-Diabetes und chronischer Nierenkrankheit: Verringerung des Risikos für Nierenschäden und Tod durch kardiovaskuläre Ursachen12. November 2024 Foto: © amazing-studio/stock.adobe.com Eine Studie zeigt, dass Semaglutid bei Typ-2-Diabetes(T2D)-Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) das Risiko für klinisch bedeutsame Nierenschaden und den Tod durch kardiovaskulare Ursachen verringert. Die australischen Studienärzte randomisierten nach dem Zufallsprinzip Patienten mit T2D und CKD (definiert durch eine geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] von 50–75 ml/min/1,73 m2 Körperoberfläche und einem Verhältnis von Albumin zu Kreatinin im Urin [UACR] von >300 und <5000 oder einer eGFR von 25 bis <50 ml/min/1,73 m2 und einem Verhältnis von UACR von >100 und <5000) entweder auf subkutanes Semaglutid (Dosis 1,0 mg wochentlich) oder Placebo. Der primäre Endpunkt war als schwerwiegende Nierenerkrankungen definiert, die sich u. a. aus dem Beginn eines Nierenversagens (Dialyse, Transplantation oder eine eGFR von <15 ml/min/1,73m2), einer Verringerung der eGFR um ≥50 Prozent gegenüber Ausgangswert oder dem Tod aus nierenbedingten oder aus kardiovaskularen Gründen zusammensetzten. Es wurden 3533 Teilnehmer randomisiert (Semaglutid n=1767; Placebo n=1766), und das mittlere Follow-up lag bei 3,4 Jahren, berichtet der Erstautor Vlado Perkovic. Ergebnisse der Studie Das Risiko eines Erstereignisses war in der Semaglutid-Gruppe um 24 Prozent geringer als in der Placebo-Gruppe (331 gegenüber 410 Erstereignissen; HR 0,76; 95 %-KI 0,66–0,88; p=0,0003). Ähnliche Resultate ergaben sich fur die nierenspezifischen Komponenten des primären Endpunktes (HR 0,79; 95 %-KI 0,66–0,94) und fur den Tod aufgrund kardiovaskularer Ursachen (HR 0,71; 95 %-KI 0,56–0,89). Auch weiterführende klinische Outcomes sprachen für Semaglutid: Die mittlere jährliche eGFR-Steigung war in der Semaglutid-Gruppe um 1,16 ml/min/1,73 m2 weniger steil (was auf eine langsamere Abnahme hinweist) (p<0,001), das Risiko für schwerwiegende kardiovaskulare Ereignisse war um 18 Prozent geringer (HR 0,82; 95 %-KI 0,68–0,98; p=0,029) und das Risiko für Tod aufgrund jeglicher Ursache um 20 Prozent geringer (HR 0,80; 95 % -KI 0,67–0,95; p=0,01). Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bei einem nur geringeren Prozentsatz der Teilnehmer in der Semaglutid-vs. Placebo-Gruppe gemeldet (49,6 vs. 53,8 %). (je)
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