Septumplastik mit Nasenmuschelverkleinerung25. September 2019 Foto: ©Georgiy/Adobe Stock In einer aktuell in „Otolaryngology – Head and Neck Surgery“ publizierten prospektiven Beobachtungsstudie wurden die Behandlungsergebnisse der Septumplastik mit Nasenmuschelverkleinerung bei Patienten mit allergischer Rhinitis mit den Ergebnissen bei Patienten ohne allergische Rhinitis verglichen; zur Evaluation wurden Instrumente zur validierten Ergebniserfassung sowie zur Lebensqualität angewendet. Zwischen März 2014 und Februar 2017 wurden Patienten der HNO-Universitätsklinik in Pittsburgh, Pennsylvania, konsekutiv rekrutiert; 30 Patienten wiesen eine symptomatische Nasenseptumabweichung plus allergische Rhinitis auf, die Patienten (n=30) der Kontrollgruppe eine Nasenseptumabweichung ohne allergische Rhinitis. Sämtliche Patienten unterzogen sich einer Septumplastik mit Nasenmuschelverkleinerung. Der Status Quo sowie die Behandlungsergebnisse wurden anhand der NOSE-Skala (Nasal Obstruction Symptom Evaluation), dem Mini-Rhinokonjunktivitis-Fragebogen zur Lebensqualität (mini-RQLQ), den Likert-Scores zur uneingeschränkten Atmung (Ease-of-Breathing, EOB) präoperativ sowie postoperativ (3 und 6 Monate später) evaluiert. Die NOSE-Scores, EOB-Scores sowie die mini-RQLQ-Scores waren in beiden Gruppen nach 3 sowie nach 6 Monaten postoperativ signifikant verbessert. Die Scores verringerten sich zwischen den Untersuchungen nach 3 und 6 Monaten nicht wesentlich. Obwohl sich die Scores im mini-RQLQ bei den allergischen Patienten in den Intervallen erhöht zeigten, so lag die Magnitude der gemessenen Veränderungen hinsichtlich der Scores in beiden Gruppen etwa gleichauf. Das Fazit: Obwohl die Patienten mit allergischer Rhinitis von einer stärkeren, Allergie-induzierten Beeinträchtigung der täglichen Lebensqualität (mini-RQLQ) berichteten, so scheint dies nicht den Nutzen einer Septumplastik mit Nasenmuschelverkleinerung bzgl. der nasalen Obstruktion zu beeinträchtigen. Darüber hinaus führt die symptomatische Erleichterung der Atmung auch zu einer signifikanten Verbesserung der allgemeinen allergiebezogenen Lebensqualität. Wenn angemessene Erwartungen hinsichtlich des Nutzens des Eingriffs präoperativ festgelegt werden, erweist sich auch eine allergische Rhinitis nicht als Kontraindikation für eine Septumplastik mit Nasenmuschelverkleinerung; diese Patienten könnten postoperativ mit einer hohen Therapiezufriedenheit rechnen. (am)
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