Serlopitant bei Pruritus: Erhebliche Reduktion des Juckreizes30. Oktober 2018 © amixstudio – fotolia.com Der die Lebensqualität vieler Patienten mit Hauterkrankungen enorm einschränkende Pruritus steht momentan im Fokus verschiedener Studien. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich derzeit auf Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten wie Serlopitant, Tradipitant, Orvepitant und Aprepitant, mit denen mehrere Studien stattfinden. Dabei soll die Blockade des Neurokinin-1-Rezeptors den Effekt der Substanz P als Mediator für Entzündung und Juckreiz hemmen. Serlopitant ist ein „small molecule“, das hochpotent und selektiv NK1-R antagonisiert. Es kann problemlos die Blut-Hirn-Schranke passieren und bindet mehr als 90 % der NK1-Rezeptoren. Dieser Signalweg ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Entstehung von Pruritus. Zur Evaluierung von Sicherheit und Wirksamkeit des Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten Serlopitant bei der Behandlung von chronischem Juckreiz wurden Patienten mit schwerem chronischem Pruritus, die nicht auf Antihistaminika oder topische Steroide ansprechen, randomisiert der Therapie mit 0,25, 1 oder 5 mg Verum bzw. Placebo zugeführt. Serlopitant bzw. Placebo wurden über 6 Wochen als Monotherapie oder kombiniert mit Steroiden und Emollientien verabreicht. Primärer Endpunkt bzgl. der Wirksamkeit war die prozentuelle Veränderung ab Baseline, gemessen auf einer visuellen Analogskala für Pruritus. Die Therapie resultierte in einer dosisabhängigen Abnahme des Juckreizes; die medianen Verringerungen des Juckreizes waren nach 6 Wochen in den Gruppen, die 1 und 5 mg Verum erhielten, signifikant größer (P = 0,022 bzw. P = 0,013) als in der Placebogruppe. Hinsichtlich Sicherheit und Verträglichkeit konnte zwischen den Gruppen kein Unterschied dokumentiert werden. Die Autoren ziehen das Fazit, dass eine Therapie mit 1 oder 5 mg Serlopitant täglich zu einer erheblichen Reduktion des Juckreizes führt und gut vertragen wird.
Mehr erfahren zu: "Frühe Nahrungsmittelallergien führen nicht per se zu Essproblemen" Frühe Nahrungsmittelallergien führen nicht per se zu Essproblemen Eltern und Kliniker befürchten oft, dass Nahrungsmittelallergien im frühen Kindesalter langfristige Ess-Störungen oder eine übermäßige Selektivität („picky eating“) nach sich ziehen. Eine aktuelle Studie gibt nun Entwarnung: Danach zeigen betroffene […]
Mehr erfahren zu: "Regierung Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen" Regierung Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen Weniger Impfempfehlungen, keine Kombi-Präparate: Donald Trumps Regierung baut die Impfpolitik für Kinder um – und ignoriert sowohl explodierende Fallzahlen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse.
Mehr erfahren zu: "Ekzem und Allergien: Dendritische Zellen treiben Immunglobulin-E-Antwort voran" Ekzem und Allergien: Dendritische Zellen treiben Immunglobulin-E-Antwort voran Interleukin‑13 verstärkt über dendritische Zellen vom Typ 2 die Bildung hochaffiner Immunglobulin-E-Antikörper. Der Mechanismus könnte erklären, wie sich über die Haut systemische Reaktionen ausbilden.