SGLT2-Inhibitoren: Risikoreduktion für Herzinsuffizienz und Todesfälle4. Oktober 2024 © Pang – stock.adobe.com (Symbolbild) Forschende konnten nachweisen, dass die Einnahme von Natrium-Glukose-Co-Transporter-2-Inhibitoren (SGLT2i) Herzinsuffizienz(HI)-Ereignisse und kardiovaskulär bedingte Todesfälle bei Patienten mit HI, T2D, Chronischer Nierenkrankheit (CKD) und atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (HKE) verringert. Für die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse wurden mehrere Online-Datenbanken bis Februar 2024 nach Primär- und Sekundäranalysen großer Studien zu SGLT2i durchsucht. Zu den ausgewerteten Endpunkten zählten Outcomes hinsichtlich Klinikeinweisungen wegen HI, kardiovaskulärem Tod und der Gesamtmortalität. Die Autoren schlossen 15 Studien ein (n=100.952). Im Vergleich zu Placebo verringerten SGLT2i das Risiko einer ersten Krankenhauseinweisung wegen HI um 29% bei HI-Patienten (HR 0,71; 95%-KI 0,67–0,77), um 28% bei Patienten mit T2D (HR 0,72; 95%-KI 0,67–0,77), um 32% bei Patienten mit CKD (HR 0,68; 95%-KI 0,61–0,77) und um 28% bei Patienten mit atherosklerotischen HKE (HR 0,72; 95%-KI 0,66–0,79). Weiterhin senkte eine Einnahme von SGLT2i die Zahl kardiovaskulärer Todesfälle bei HI-Patienten um 14% (HR 0,86; 95%-KI 0,79–0,93), bei Patienten mit T2D um 15% (HR 0,85; 95%-KI 0,79–0,91), bei Patienten mit CKD um 11% (HR 0,89; 95%-KI 0,82–0,96) und bei Patienten mit atherosklerotischen HKE um 13% (HR 0,87; 95%-KI 0,78–0,97). Der Nutzen der SGLT2i in Bezug auf die 1. Krankenhauseinweisung wegen HI und kardiovaskulären Tod war in den meisten der 51 untersuchten Subgruppen gleich. Zu den bemerkenswerten Ausnahmen gehörten der akute Myokardinfarkt (22% weniger Ersthospitalisierungen aufgrund einer HI; keine Auswirkung auf kardiovaskulär bedingten Tod) und die HI mit erhaltener Ejektionsfraktion (26% weniger Ersthospitalisierungen aufgrund einer HI; keine Auswirkung auf kardiovaskulär bedingten Tod). Fazit Diese Effekte waren in einer Vielzahl von Subgruppen in diesen Populationen konsistent. Damit kommt eine große Bevölkerungsgruppe mit kardiorenalen und metabolischen Erkrankungen für eine Behandlung mit SGLT2i infrage. (bi) Autoren: Usman MS et al. Korrespondenz: Javed Butler; [email protected] Studie: Effect of SGLT2 inhibitors on heart failure outcomes and cardiovascular death across the cardiometabolic disease spectrum: a systematic review and meta-analysis Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol 2024;12(7):447–461. Web: https://doi.org/10.1016/S2213-8587(24)00102-5
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