Sicherheit von Secukinumab: Entzündliche Darmerkrankungen treten selten auf24. Mai 2019 © molekuul.be – Adobe Stock In einem kürzlich publizierten Review der wissenschaftlichen Literatur ist ein Autorenteam der Universitäts-Hautklinik Kiel der Frage nachgegangen, in welchem Ausmaß es bei Patienten mit Psoriasis, Psoriasis Arthritis oder Spondylitis ankylosans unter der Therapie mit Secukinumab zu entzündlichen Darmerkrankungen kommt. Dazu berechneten sie die Inzidenz aus 21 klinischen Studien. Voraussetzung zur Inklusion in die Studie war, dass der Patient mindestens eine Dosis des monoklonalen Antikörpers erhalten hatte. Fälle von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und nicht näher klassifizierter entzündlicher Darmerkrankungen wurden gemäß der Exposition evaluiert (Patient-Fall-Rate per 100 Patientenjahre). Die Autoren werteten die Daten von 7355 Patienten mit einer kumulativen Exposition von 16.226 Patientenjahren aus. Unter den 5181 Patienten mit Psoriasis kam es in 14 Fällen zu einer Colitis ulcerosa, 5 Fällen von Morbus Crohn und 1 Fall entzündlicher Darmerkrankung; die nach Exposotion adjustierten Inzidenzraten betrugen jeweils 0,13, 0,05 und 0,01. Bei 14 dieser 20 Patienten handelte es sich um ein Erstauftreten der genannten Darmerkrankungen. Unter den 1380 Patienten mit Psoriasis Arthritis wurden 3 Fälle von Colitis ulcerosa, 3 Fälle von Morbus Crohn und 2 Fälle von entzündlichen Darmerkrankungen dokumentiert (adjustierte Inzidenzraten 0,08, 0,08 und 0,05); die Zahl der Ersterkrankungen bei diesen 8 Patienten betrug 7. Unter den 794 Patienten mit Spondylitis ankylosans traten 4 Fälle von Colitis ulcerosa, 8 Fälle von Morbus Crohn und 1 Fall entzündlicher Darmerkrankung auf (adjustierte Inzidenrate 0,2, 0,4 und 0,1); 9 der 13 Fälle waren Ersterkrankungen. Bei der Analyse der Fälle pro Jahr erhöhte sich die Inzidenzrate jeder Indikation im Verlauf der Behandlung mit Secukinumab nicht. Die Autoren bezeichnen das Auftreten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und nicht näher klassifizierter entzündlicher Darmerkrankungen unter Secukinumab als unüblich. (am)
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