SNB beim Melanom: Melanom-spezifische Mortalität und Rezidivrisiko reduziert

Menschlicher Lymphknoten. Bild: ©lom123 – stock.adobe.com

Eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie (SNB) kann Patienten mit Melanom einen Überlebensvorteil bieten. Forschende aus Dänemark und Australien stellten in einer Metaanalyse fest, dass Betroffene, die sich einer SNB unterzogen, im Vergleich zu Patienten ohne SNB ein signifikant niedrigeres Risiko hatten, an einem Melanom zu versterben. Ebenso war das Rezidivrisiko reduziert.

Für die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse recherchierten die Autoren in Medline, Embase, Cochrane CENTRAL und ClinicalTrials.gov (bis zum 08.01.2025). Eingeschlossen wurden Studien, die Überlebensdaten bei Erwachsenen mit Melanom berichteten, die sich einer SNB unterzogen hatten, im Vergleich zu Personen ohne SNB. Studien ohne diese Angaben schlossen die Autoren aus. Als primären Endpunkt definierten sie den Tod durch Melanom.

Von 1560 gescreenten Datensätzen waren 60 Studien für die Analyse geeignet. Nach Ausschluss einer Studie mit hohem Selektionsbias wurden 13 Studien (n = 40.287) mit Angabe eines adjustierten Risikos ausgewertet. Bei Personen mit SNB wurde im Vergleich zu jenen ohne SNB ein signifikant geringeres Risiko festgestellt, an einem Melanom zu sterben, mit einer Hazard Ratio (HR) von 0,86 (95 %-KI 0,81–0,92; p < 0,0001) und einer geringen Heterogenität (I2 16 %). Dieses Ergebnis erwies sich als robust gegenüber Sensitivitätsanalysen und hing nicht von einer einzelnen Studie oder der Anwendung einer systemischen Therapie ab.

Ein ähnlicher Befund ergab sich aus der Analyse der 5 Studien (n = 27.540), die das 5‑Jahres-Risiko, an einem Melanom zu versterben, berichteten: HR 0,84 (95 %-KI 0,78–0,90; p < 0,0001), bei geringer Hetero­genität (I2 15 %). Das 10‑Jahres-Risiko, an einem Melanom zu versterben, wurde in 2 Studien berichtet: HR 0,87 (95 %-KI 0,71–1,06; p = 0,17), bei höherer Hetero­genität (I2 41 %). Aus 9 Studien (n = 11.625) mit Angabe des adjustierten Rezidivrisikos ergab sich eine HR von 0,71 (95 %-KI 0,66–0,76; p < 0,0001) bei geringer Hetero­genität (I2 23 %). (ins)

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