Spatenstich für neue Insulinfabrik in Frankfurt22. Oktober 2026 Bild KI-generiert mit Gemini Der Pharmakonzern Sanofi errichtet in Frankfurt eine neue Produktionsanlage für Insulin. Das ist wichtig für Diabetiker und weit über den Standort hinaus bedeutsam. Es geht um Versorgungsfragen in Europa. Großprojekt für die Insulin-Versorgung in Europa: Der Pharmakonzern Sanofi hat in Frankfurt mit dem Bau einer neuen Insulinanlage begonnen, für die das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris rund zwei Milliarden Euro investiert. Die neue Fabrik soll eine bestehende Insulinanlage ersetzen, die Versorgung für Diabetiker in Deutschland und Europa krisenfest machen sowie Tausende Jobs sichern. Fertigstellung bis 2032 geplant Die neue Anlage entsteht auf 36.000 Quadratmetern – etwa fünf Fußballfelder groß -, soll den höchsten Standards entsprechen und Künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Nach Inbetriebnahme 2032 werde die Anlage zu den größten Produktionsstätten für Insulin in Europa gehören und sei entscheidend für Sanofis globales Insulin-Versorgungsnetzwerk, erklärte der Konzern. „Millionen Menschen weltweit sind täglich auf Insulin angewiesen“, sagte Vorstandschefin Belen Garijo beim Spatenstich im Frankfurter Industriepark Höchst. In der Corona-Pandemie habe man erlebt, wie verletzlich die medizinische Versorgung sei. „Mit dieser neuen Anlage investieren wir in die nächste Generation der Insulinproduktion in Europa.“ „Damit stärken wir die europäische Souveränität“ Sanofi hatte den Bau der Insulinanlage 2024 angekündigt. Im September gab die EU-Kommission grünes Licht für staatliche Beihilfen von 400 Millionen Euro, die der Bund, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt gewähren. In der neuen Anlage von Sanofi sollen nach früheren Angaben zunächst jährlich mindestens 1,1 Tonnen Insulin hergestellt werden.Sanofi muss zudem eine Tonne pharmazeutischer Insulinwirkstoffe bevorraten und im Fall eines Engpasses bei der Insulin-Versorgung die europäischen Märkte bevorzugt versorgen. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sagte, mit der neuen Insulinfabrik leiste Sanofi einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Europa. „Damit stärken wir die europäische Souveränität und verringern Abhängigkeiten von Drittstaaten.“ Insulinproduktion sichert Tausende Jobs Diabetes ist eine Volkskrankheit: Weltweit sind laut Sanofi mehr als 500 Millionen Menschen betroffen, die Zahl könne bis 2050 auf 800 Millionen steigen. Ohne staatliche Beihilfen würde Sanofi nach früheren EU-Angaben seinen deutschen Standort schließen. Es sei die einzige Produktionsstätte für Humaninsulin im Europäischen Wirtschaftsraum und eine von nur zwei Insulin-Produktionsstätten dort – die übrige wird vom Pharmakonzern Novo Nordisk in Dänemark betrieben. Für den Standort Frankfurt ist die traditionsreiche Insulinproduktion enorm wichtig: Mehr als 4.000 der 6.500 Arbeitsplätze bei Sanofi in Frankfurt-Höchst hängen daran. Von dort aus werden rund 15 Millionen Patient:innen in etwa 80 Ländern mit Insulinprodukten versorgt. In Frankfurt wird dabei die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt: von der Wirkstoffherstellung über die Abfüllung und die Fertigung von Pens und Autoinjektoren bis zur Verpackung. Die Investition von Sanofi sei „ein extrem wichtiges Signal für uns als Pharma- und Industriestandort Frankfurt“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD). „Die Stadt Frankfurt wird dieses Projekt mit allen Kräften weiterhin unterstützen.“
Mehr erfahren zu: "Termingarantie? Koalition ringt um „gesetzlich oder privat“" Termingarantie? Koalition ringt um „gesetzlich oder privat“ Für die gesetzlichen Krankenkassen sind bessere Bedingungen für Versicherte bei der Terminvergabe „überfällig“. In der schwarz-roten Koalition werden Rufe nach Änderungen dringlicher. Kommt das duale System von gesetzlicher und privater […]
Mehr erfahren zu: "Antipsychotika: Die ersten 90 Tage nach Therapiebeginn sind metabolisch besonders kritisch" Weiterlesen nach Anmeldung Antipsychotika: Die ersten 90 Tage nach Therapiebeginn sind metabolisch besonders kritisch Blutzucker und Körpergewicht verändern sich nach einem Therapiebeginn mit Antipsychotika besonders schnell. Olanzapin scheint dabei mit den stärksten frühen Veränderungen verbunden zu sein. Auch ein zugrundeliegender Prädiabetes und das Geschlecht […]
Mehr erfahren zu: "CKM-Syndrom: Starker Anstieg des hs-CRP-Werts bereits im Frühstadium" CKM-Syndrom: Starker Anstieg des hs-CRP-Werts bereits im Frühstadium US-amerikanische Daten deuten an, dass sich das hochsensitive C-reaktive Protein (hs-CRP) bereits in Stadium 1 des kardiovaskulär-renalen-metabolischen (CKM-)Syndroms nahezu verdoppelt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen Prävention von Herz-Kreislauf- […]