SPECTARIS: Augenoptik bleibt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten Zukunftsbranche20. Mai 2022 Josef May.Foto.©SPECTARIS Der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (SPECTARIS) präsentierte auf der Internationalen Messe für Optik und Design (opti) positive Branchenzahlen für 2021. Laut SPECTARIS konnten sich die deutschen Hersteller von Augenoptik und Consumer Optics 2021 von den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen. Insgesamt stieg der Umsatz 2021 gegenüber 2020 um 11,4 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro. Auch wenn die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen hat, liegt das aktuelle Umsatzniveau immerhin noch um ein Prozent über dem Vergleichswert des Vorcoronajahres 2019. „2021 war ein ganz erfreuliches Jahr für unsere deutsche augenoptische Industrie“, betont der SPECTARIS-Vorsitzende Josef May bei der Auftaktpressekonferenz der opti in München. Dennoch haben sich einige Rahmenbedingungen seitdem verändert. „Zum einen birgt die Pandemie trotz der aktuellen Fortschritte beim Kampf gegen Corona nach wie vor Risiken. Zum anderen, und das wiegt aktuell schwer, können die stark steigenden Lebenshaltungskosten die Konsumlaune der Verbraucher eintrüben“, erklärt May. Hinzu gekommen sind die Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges. „Und vergessen wir nicht die Lieferketten-Problematik sowie die gestiegen Logistik- und Energiekosten. Daher ist eine Prognose für dieses Jahr extrem schwierig“, so der SPECTARIS-Vorsitzende. Trotz alledem stelle sich die Branche auf ein weiteres Wachstum ein. Der demographische Wandel sei im vollen Gange, zudem würden auch immer mehr junge Menschen kurzsichtig werden. „Wir sehen, dass Fehlsichtigkeiten aufgrund von mehr Arbeit im Homeoffice mittelfristig frühzeitiger auffallen und weiter ansteigen werden“, erklärt May. Aufgrund der Pandemie wurde die Messe opti einmalig von Januar auf den Mai (13.-15.05.22) verschoben. Die Entscheidung der Gesellschaft für Handwerksmessen sei richtig gewesen, betonte May. „Die Pandemie und nun das Kriegsgeschehen haben uns alle verändert. Wo stehen wir jetzt? Müssen wir uns ganz neu kennenlernen? Wenn wir ehrlich sind: Noch wissen wir das nicht. Deshalb ist es so gut, dass wir diese Mai-opti haben. Wir brauchen wieder die persönlichen Begegnungen. Und ehrlich gesagt, brauchen wir auch Marktimpulse.“
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