SpiFa zur Entbudgetierung: Fachärzte werden nicht bis zur nächsten Krise warten17. Februar 2023 Dirk Heinrich (l.) und Robert Schneider. Foto: A. Schoelzel/Die Hoffotografen (SpiFa) Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) kritisiert die Mogelpackung „Entbudgetierung der Kinderärzte“ und erneuert seine Forderung an die Regierungsampel und Bundesgesundheitsminister Lauterbach, die vollständige Aufhebung der Budgetierung für alle Facharztgruppen im Rahmen eines Entbudgetierungsgesetzes für ambulante ärztliche Leistungen einzuleiten. „Entbudgetierung ist Entbudgetierung und die Aussetzung eines Budgets ist eine Aussetzung,“ so SpiFa-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Heinrich zum Kabinettsbeschluss zur Entbudgetierung der Kinder- und Jugendärzte. „Erneut wird deutlich, wie verlässlich die Gesundheitspolitik der Ampelkoalition ist. Im Dezember wird den Kinderärztinnen und Kinderärzten öffentlichkeits- und medienwirksam die Entbudgetierung versprochen. Was davon im Kabinettsbeschluss übrig bleibt, sind lediglich Nachschüsse im Fall, dass nicht genügend Geld im Budget ist. Hier hat man ganz offenbar Angst, einen Präzedenzfall zu schaffen.“ Der Gesetzesentwurf lässt aus Sicht des SpiFa entsprechend kritisch darauf blicken, wie wenig ernsthaft die Bundesregierung die Absicht hat, die Entbudgetierung ärztlicher Leistungen wie im Koalitionsvertrag geplant voranzutreiben. Weiter kritisiert der SpiFa auch die Umstände zur Herbeiführung des Gesetzes und die Beschränkung auf die Kinderheilkunde in diesem Zuge. „Dass es erst einer Krisensituation bedarf, die das öffentliche Interesse weckt, um anzuerkennen, dass das, was medizinisch notwendig ist, auch in vollem Umfang vergütet werden muss, macht die Fachärzteschaft sprachlos. Die Fachärztinnen und Fachärzte werden nicht bis zur nächsten Krise warten. Sollte die Gesundheitspolitik den derzeitigen Kurs einer Gesundheitsversorgung nach Haushaltslage beibehalten, werden die Fachärztinnen und Fachärzte perspektivisch ihre Leistungen einschränken müssen. Dann gibt es eben nur noch die Leistungen, die in vollem Umfang vergütet werden,“ so Heinrich weiter. SpiFa Hauptgeschäftsführer Robert Schneider ergänzt: „Es ist Aufgabe und Pflicht der Gesundheitspolitik, es den Fachärztinnen und Fachärzten in Deutschland zu ermöglichen, allen Patientinnen und Patienten gleichermaßen die ärztliche Zuwendung zukommen zu lassen, die sie benötigen. Dies gilt für die Ärzteschaft in Ihrer Gesamtheit und nicht nur für die Kinderheilkunde. Das setzt aber auch voraus, dass die Politik Patientinnen und Patienten wieder als Menschen und nicht als reine Fallzahlen betrachtet.“
Mehr erfahren zu: "Wiener Forschende testen Hirnstimulation bei psychisch kranken Jugendlichen" Wiener Forschende testen Hirnstimulation bei psychisch kranken Jugendlichen Mit Elektrodenhaube und Animationsfilm: Forschende des ABC BRAIN Lab der Medizinischen Universität Wien (Österreich) untersuchen, ob elektrische Hirnstimulation Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen helfen kann, ihre Gefühle besser zu […]
Mehr erfahren zu: "Clesrovimab ist nun in der GKV verordnungs- und erstattungsfähig" Weiterlesen nach Anmeldung Clesrovimab ist nun in der GKV verordnungs- und erstattungsfähig Der monoklonale Antikörper Clesrovimab zur Prävention von RSV-bedingten Erkrankungen der unteren Atemwege bei Neugeborenen und Säuglingen ist für Versicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nun verordnungs- und erstattungsfähig. Das teilt […]
Mehr erfahren zu: "Dampfen statt Trinken: Wie sich das Konsumverhalten Jugendlicher verändert" Dampfen statt Trinken: Wie sich das Konsumverhalten Jugendlicher verändert Die Zeiten des Komasaufens sind größtenteils vorbei. Stattdessen greifen junge Leute nach Einschätzung eines Experten öfter zur E-Zigarette. So verändert sich das Konsumverhalten Jugendlicher in Thüringen.