Spitzenförderung für Forschung zu Zellkraftwerken22. Februar 2018 Prof. Dr. Nikolaus Pfanner. Foto: Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnet Prof. Dr. Nikolaus Pfanner mit einem Reinhart Koselleck-Projekt aus. Damit fördert sie seine Forschungsarbeiten zum Aufbau und der Entstehung der Mitochondrien. Störungen der Mitochondrien können zu schweren Krankheiten des Nervensystems, des Herzens und der Niere führen. Das Koselleck-Programm soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einem herausragenden Lebenslauf die Möglichkeit zu besonders innovativen Projekten eröffnen. Das Förderprogramm ist nach dem renommierten Historiker Reinhart Koselleck benannt, der 2006 verstorben ist. Die Fördermittel können flexibel für die Forschung eingesetzt werden. „Damit bieten sich meinem Team exzellente Möglichkeiten, die vielfältigen Aufgaben von Mitochondrien in lebenden Zellen zu untersuchen“, erläutert Pfanner. „Besonders aktuell sind Proteine, die gleich mehrere Funktionen ausüben. Proteine sind die Arbeiter in den Zellen und wir haben Hinweise darauf gefunden, dass unerwartet viele Proteine multifunktional sind, also mehr als einen Job haben. Mit den Koselleck-Mitteln können wir nun in den nächsten fünf Jahren untersuchen, welche Bedeutung solche besonders fleißigen Proteine in den Zellen haben und wie Störungen dieser Proteine die Zellen schädigen.“ Nikolaus Pfanner leitet das Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er ist Mitglied im Exzellenzcluster BIOSS Centre for Biological Signalling Studies und der Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin (SGBM) der Universität Freiburg. Für seine Forschungsarbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, dem Max-Planck-Forschungspreis, dem Landesforschungspreis Baden-Württemberg, der Otto-Warburg-Medaille und dem Stein and Moore Award (USA).
Mehr erfahren zu: "Wie der Klimawandel das Reisen in Europa verändert" Wie der Klimawandel das Reisen in Europa verändert Tropische Infektionserreger in Europa, ein sich rasch verändernder Alpenraum, eine fortschreitende Erwärmung der Ostsee: Der Klimawandel verändert den europäischen Kontinent.
Mehr erfahren zu: "Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Splicing-Events könnten Vorhersage des Therapieansprechens verbessern" Weiterlesen nach Anmeldung Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Splicing-Events könnten Vorhersage des Therapieansprechens verbessern Das abnormale alternative Splicing (alternative splicing, AS) kann bei der Vorhersage des Therapieansprechens bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) helfen, berichten Forscher des Translational Genomics Research Institute (USA).
Mehr erfahren zu: "Neuer bispezifischer T-Zell-Engager bei soliden Tumoren vielversprechend" Neuer bispezifischer T-Zell-Engager bei soliden Tumoren vielversprechend Dresdner Wissenschaftler haben am 31. Mai 2026 auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) erstmals klinische Ergebnisse einer neuen Krebsimmuntherapie zur Behandlung fortgeschrittener Tumoren präsentiert.