Stefan Plontke Ehrenmitglied der österreichischen HNO-Gesellschaft25. November 2021 Stefan Plontke Foto: Universitätsmedizin Halle Anlässlich des 65. Österreichischen HNO-Kongresses hat die Österreichische Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Prof. Stefan Plontke für die Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Innenohres, des Mittelohres, des Schläfenbeines und der seitlichen Schädelbasis zum Ehrenmitglied ernannt. Die Österreichische Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie würdigt mit der Auszeichnung Plontkes (Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Hals- und Kopfchirurgie der Universitätsmedizin Halle) Beiträge zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen und klinischen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Neben umfangreichen Arbeiten zu den pharmakokinetischen Grundlagen für die Therapie von Innenohrerkrankungen wie Hörsturz oder Innenohr-bedingtem Schwindel durch lokale Medikamentenapplikation an das Innenohr verantwortet er die bisher weltweit größte randomisierte, dreifach verblindete HODKOKORT-Studie zur Hörsturztherapie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit zwei Millionen Euro gefördert wird. Kürzlich publizierte Plontke außerdem zur operativen Therapie von sehr seltenen gutartigen Tumoren im Innenohr und gleichzeitig überdurchschnittlicher Wiederherstellung der Hörfunktion mittels Cochleaimplantat trotz der Operation am Innenohr sowie überraschender Erhalt der Gleichgewichtsfunktion. Er leitet u.a. das Kopf-Hals-Tumorzentrum am Krukenberg Krebszentrum Halle sowie das Hallesche Hör- und Implantzentrum und hat die Präsidentschaft im 100. Jubiläumsjahr der Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie inne. „Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ist ein Fachgebiet in der Medizin mit hoher Innovationskraft und auch bekannt als das ‚Fach der Sinne‘, denn es gilt, für die Menschen eine volle Kommunikationsfähigkeit zu bewahren oder wiederherzustellen“, sagt Plontke. „Die internationale Anerkennung durch eine Fachgesellschaft für den geleisteten Beitrag zu erhalten, ist immer ein besonders erfreuliches Ereignis – vor allem dann, wenn dies schon in einer Zeit geschieht, wenn man noch mitten in der Arbeit steckt und noch viele Ziele erreichen möchte.“ Die Ehrenmitgliedschaft gilt als höchste Auszeichnung der Gesellschaft und wird jährlich an drei Ärztinnen und Ärzte aus der ganzen Welt verliehen, die durch besonders herausragende wissenschaftliche Leistungen bzw. Erkenntnisse wesentlich zur Fortentwicklung auf dem Gebiet der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie beigetragen haben.
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