Stellungnahme der Deutschen Herzstiftung und ihrer Kinderherzstiftung: Herzkranke Kinder während der SARS-CoV-2-Pandemie18. Dezember 2020 Bild: ©JenkoAtaman/stock.adobe.com Die Deutsche Herzstiftung und ihre Kinderherzstiftung fordern in einer Stellungnahme zum Schutz herzkranker Kinder eine Risikoabwägung zwischen SARS-CoV-2-Infektion und psychosozialen Folgen einer schützenden Isolierung. Die Pandemie stelle die Eltern herzkranker Kinder vor große Herausforderungen. Eine Mehrzahl würde befürchten, dass der derzeit praktizierte Schulbetrieb ihre Kinder gefährdet, lässt der Vorstand der Deutschen Herzstiftung verlauten. Ob dies tatsächlich zutreffe, sei umstritten. Derzeit lasse sich diese Frage nicht eindeutig klären, da die Zahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Kinder mit schweren Herzkrankheiten zu klein sei, um statistisch verlässliche Aussagen zu treffen, heißt es in der Stellungnahme. Eine erhöhte Gefährdung dieser Kinder durch einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung könne nicht ausgeschlossen werden. Aus Sicht der Deutschen Herzstiftung und ihrer Kinderherzstiftung ergibt sich daher die folgende Konsequenz: Die Verantwortung für den Weg herzkranker Kinder durch die SARS-CoV-2-Pandemie liegt an erster Stelle bei den Eltern. In Absprache mit dem betreuenden Kinderkardiologen müssen sie zwischen zwei Risiken abwägen: Dem Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion gegenüber dem Risiko negativer psychosozialer Folgen einer schützenden Isolierung. Ärzte, Schulleitungen und Behörden sollten die Eltern bei dieser schweren Entscheidung unterstützen und dafür sorgen, das Risiko für diese Kinder möglichst klein zu halten.
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