Stiftung Auge: Wissenschaftspreis 2017 geht an Johanna Meyer

Der Wissenschaftspreis der Stiftung Auge geht in diesem Jahr an Frau Dr. rer. nat. Johanna Meyer von der Universitäts-Augenklinik Bonn.

Die Jury der Stiftung würdigte damit Originalarbeiten zur In-vivo-Bildgebung der Netz- und Aderhaut in Tiermodellen, die die Bonner Biologin hochrangig publiziert hat. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

Insgesamt vier experimentelle Originalarbeiten, die sich mit der hochauflösenden In-vivo-Bildgebung der Netzhaut und der Aderhaut in Tiermodellen beschäftigen, hatte Meyer für den Wissenschaftspreis eingereicht. So kam die Forscherin unter anderem zu dem Ergebnis, dass die nich tinvasive optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCT-A) mehrere Vorteile für viele Fragestellungen gegenüber der invasiven Fluoreszein- und Indocyaningrün-Angiographie (ICG-A) aufweist, was Auflösung und Darstellung der einzelnen Gefäßschichten betrifft. In weiteren Arbeiten nutzte Johanna Meyer In- vivo-Biomarker, um die Diagnostik bei neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu verfeinern, und baute zur Präzisierung der Aufnahmen zusätzliche Linsen- und Filtersysteme in eine Funduskamera ein.

„Frau Meyer trägt mit ihren hochrangigen Publikationen mit grundlegenden, wegweisenden Beiträgen im Bereich der retinalen in vivo Bildgebung in Tiermodellen und der molekularen Bildgebung zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Augenheilkunde bei“, sagte Prof. Frank G. Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge und Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn. „Das möchten wir mit dem Wissenschaftspreis der Stiftung Auge würdigen.“

Die Jury votierte für die Naturwissenschaftlerin, die an der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn forscht, mit der besten Bewertung. Die Stiftung Auge verleiht den Preis jährlich für wissenschaftlich hervorragende Originalveröffentlichungen auf dem Gebiet der Augenheilkunde an Nachwuchswissenschaftler.

Informationen zur Stiftung Auge: www.stiftung-auge.de

Quelle: Stiftung Auge

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