Stressbedingte Insomnie verstehen, erkennen und behandeln19. Juni 2024 © Dan Race – stock.adobe.com (Symbolbild) Stress und Schlafprobleme sind eng miteinander verknüpft. Im Rahmen eines Symposiums auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin sind Experten auf die neurobiologischen Grundlagen und gesundheitlichen Folgen von chronischem Stress sowie die Diagnostik von stressbedingten Schlafstörungen und effektive Behandlungsstrategien eingegangen. „Stress im Alltag wirkt sich neurobiologisch auf das zentrale Nervensystem aus, insbesondere durch die Regulation verschiedener Gehirnregionen und die Freisetzung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin“, erklärte Prof. Peter Kirsch, Mannheim/Heidelberg. „Diese Reaktionen können zwar kurzfristig die Leistungsfähigkeit steigern, aber langfristig zu negativen gesundheitlichen Folgen führen.“ Stress kann krank machenEine wichtige Rolle spielt dabei die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden Achse (HPA-Achse). Chronischer Stress führt zu einer Dysfunktion der HPA-Achse, so Kirsch. Als mögliche Langzeitfolgen nannte er unter anderem kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolische Störungen und Schlafprobleme. „In den letzten Jahren hat die Prävalenz von Insomnien weiter zugenommen. Chronische Schlafstörungen bleiben häufig ein Leben lang bestehen“, sagte Prof. Ingo Fietze, Berlin. Als Insomnie definierte er Probleme beim Ein- beziehungsweise Durchschlafen (Einschlaflatenz bzw. Wachliegezeit >30 Minuten) sowie frühmorgendliches Erwachen (nach 5 bis 6 Stunden), die mit einer beeinträchtigten Funktionalität oder Symptomen wie Müdigkeit, Reizbarkeit oder kognitive Einschränkungen am Tag einhergehen. Halten die Beschwerden über mindestens drei Monate an, spricht man von einer chronischen Insomnie. Natürliches Arzneimittel verbessert den SchlafEine kognitive Verhaltenstherapie ist bei Schlafstörungen das Mittel der ersten Wahl. Wenn sich die Beschwerden nicht verbessern oder eine schwere Schlafstörung vorliegt, können zusätzlich medikamentöse Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden. Einen hohen Stellenwert im Rahmen einer Stufentherapie haben dabei für Fietze auch natürliche Arzneimittel wie Neurexan®. In einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Cross-over-Studie reduzierte Neurexan® die stressinduzierte Aktivität im anterioren cingulären Cortex im Vergleich zu Placebo signifikant [1]. Darüber hinaus verlängerte das natürliche Arzneimittel in einer offenen, prospektiven, nicht-interventionellen Studie die nächtliche Schlafdauer bei Patientinnen und Patienten mit leichten bis moderaten Ein- und Durchschlafstörungen innerhalb von vier Wochen um durchschnittlich 2,2 Stunden. Es war damit mindestens so effektiv wie die ebenfalls untersuchten Baldrianpräparate, die im Durchschnitt eine Verlängerung der Schlafdauer um 2,0 Stunden erzielten. Dabei lobten signifikant mehr Patienten die fehlende Tagesmüdigkeit unter Neurexan® als dies unter Baldrian der Fall war (49 vs. 32%) [2]. Eine Aufzeichnung des Symposiums finden Sie unter www.heelmed.de Literatur Herrmann L et al. Human Psychopharmacology: Clinical and Experimental 2022;37(5):e2837 Waldschütz R et al. TheScientiOcWorldJournal 2008;8:411–420
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