Studie: Goldnanopartikel könnten die Beurteilung der Nierenfunktion verbessern2. Oktober 2024 Foto: © nito/stock.adobe.com Forscher der University of Texas, USA, haben festgestellt, dass Röntgenaufnahmen der Nieren mit Goldnanopartikeln als Kontrastmittel Nierenkrankheiten möglicherweise genauer erkennen als herkömmliche Blutuntersuchungen im Labor. Angesichts der zunehmenden Verwendung künstlich hergestellter Nanopartikel zur Verabreichung von Medikamenten oder bildgebenden Mitteln an den Körper stellt sich die wichtige Frage, wie sich Nierenschäden auf die Bewegung und Ausscheidung der Nanopartikel durch die Nieren auswirken, schreiben die Autoren der Studie. Sie stellen die Frage: Können herkömmliche Biomarker wie Harnstoffstickstoff (BUN) und Kreatininspiegel (Cr) genau vorhersagen, wie gut – oder wie schlecht – sich solche Nanopartikel durch die Nieren bewegen? Die Ergebnisse ihrer Forschung wurden in der Fachzeitschrift „Advanced Materials“ veröffentlicht. Ergebnisse der Untersuchungen Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei Mäusen mit schweren Nierenschäden durch das Medikament Cisplatin, bei denen die BUN- und Cr-Werte zehnmal so hoch waren wie normal, der Transport von Nanopartikeln durch die Nieren deutlich verlangsamt war, was dazu führte, dass die Nanopartikel länger in den Nieren blieben. Bei leicht geschädigten Nieren hingegen, bei denen die BUN- und Cr-Werte nur vier- bis fünfmal höher waren als normal, ließen sich Transport und Retention von Goldnanopartikeln durch diese Tests nicht vorhersagen. Andererseits korrelierte die Menge der auf Röntgenaufnahmen sichtbaren Ansammlung von Goldnanopartikeln stark mit dem Grad der Nierenschädigung. „Unsere Erkenntnisse unterstreichen einerseits die Notwendigkeit zur Vorsicht bei der Anwendung dieser fortschrittlichen Behandlungsmethoden bei Patienten mit Nierenschäden, andererseits heben sie das Potenzial von Goldnanopartikeln als nichtinvasive Methode zur Beurteilung von Nierenschäden mithilfe von Röntgenaufnahmen oder anderen Techniken hervor, die mit einer Goldansammlung in den Nieren in Zusammenhang stehen“, kommentiert Dr. Mengxiao Yu, korrespondierender Autor der Studie und außerordentlicher Professor für Chemie und Biochemie an der Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik der der University of Texas.
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