Studie zeigt keine Hinweise auf Zellschäden durch 5G-Frequenzen26. Mai 2025 vordere Reihe: J. Jyoti, E. Cakir, K. Drees, V. Meyer, I. Gronau. Hintere Reihe: A. Lerchl, M. Hütt (Quelle: © Constructor University) Eine neue Studie zweier Forschungsgruppen der Constructor University in Bremen bringt Klarheit in eine kontrovers diskutierte Frage: Schadet Mobilfunkstrahlung im 5G-Bereich menschlichen Hautzellen? Die Antwort der Wissenschaftler um Prof. Alexander Lerchl und Prof. Marc Torsten Hütt fällt eindeutig aus: Unter experimentellen Bedingungen, die die realen Belastungen deutlich überschreiten, konnten keine Hinweise auf zelluläre Schäden festgestellt werden. Vor dem Hintergrund wachsender Datenmengen und immer höherer Übertragungsfrequenzen im Mobilfunkbereich untersuchten die Forscher die Wirkung elektromagnetischer Felder im 5G-Frequenzbereich auf zwei Zelltypen der menschlichen Haut – Fibroblasten und Keratinozyten. In einem vollständig verblindeten Versuchsdesign wurden die Zellen über zwei und 48 Stunden hinweg Feldern ausgesetzt, deren Stärke die gesetzlichen Grenzwerte um das bis zu Zehnfache überstieg. Kontrollgruppen wurden entweder gar nicht bestrahlt (Sham) oder als positive Kontrolle mit UV-Strahlung behandelt. Dr. Vivian Meyer, Dr. Isabel Gronau und Karen Drees aus dem Team von Prof. Lerchl führten die Experimente durch, während Dr. Jyoti Jyoti und Dr. Eda Cakir aus der Gruppe von Prof. Hütt die Daten analysierten. Das Ergebnis: Weder in der Genaktivität (Genexpression) noch bei epigenetischen Veränderungen (DNA-Methylierung) zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen exponierten und nicht exponierten Zellen. Die beobachteten Abweichungen lagen im Bereich zufälliger Schwankungen. „Unsere Daten stützen die Einschätzung, dass von 5G-Frequenzen keine schädlichen Auswirkungen auf menschliche Hautzellen ausgehen“, sagt Prof. Lerchl, Biologe und langjähriger Experte für elektromagnetische Felder. Auch Prof. Hütt, ein renommierter Systembiologe, betont: „Vor allem angesichts der Besorgnis der Öffentlichkeit ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir diese Fragen wissenschaftlich akkurat und mit methodischer Sorgfalt angehen – und für diese beiden Ebenen der Zellfunktion, die Genregulation und die Methylierung, haben wir genau das getan.“
Mehr erfahren zu: "Muskelinvasiver Blasenkrebs: ctDNA ermöglicht personalisierte postoperative Therapie" Weiterlesen nach Anmeldung Muskelinvasiver Blasenkrebs: ctDNA ermöglicht personalisierte postoperative Therapie Bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) ermöglicht eine Untersuchung auf zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) nach neoadjuvanter Chemotherapie (NAC) und radikaler Zystektomie (RC) die Vorhersage des Rezidivrisikos und eine personalisierte postoperative Behandlung. […]
Mehr erfahren zu: "Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis" Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis Immer höhere Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung sollen unter Kontrolle kommen. Für ein Spargesetz wird es jetzt ernst. Populär sind die geplanten Einschnitte nicht – bis auf Ausnahmen.
Mehr erfahren zu: "Neue Einzelzell-Technologie erfasst RNA und Proteine gleichzeitig" Neue Einzelzell-Technologie erfasst RNA und Proteine gleichzeitig US-Forschende haben mit CIPHER-seq eine neuartige Einzelzell-Technologie entwickelt, die RNA und Proteine in einzelnen Immunzellen gleichzeitig erfasst. Dazu zählen nicht nur Oberflächenproteine, sondern erstmals auch intrazelluläre Proteine und Zytokine.